Lasik - Korrektur der Fehlsichtigkeit durch Laser-OP

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Methode zu Lasik - Korrektur der Fehlsichtigkeit durch Laser-OP

LASIK ist die Abkürzung für Laser in-situ Keratomileusis, einer Augenlaser-Operation zur Korrektur der Fehlsichtigkeit (Kurz-, Weitsichtigkeit, Stabsichtigkeit). Hilfsmittel wie Brille oder Kontaktlinsen entfallen im Idealfall nach der Operation.

Wann ist eine LASIK-Operation nötig?

Nötig ist die Operation in der Regel nicht. Aktuell verfügbare Korrektionsmöglichkeiten mit Brille oder Kontaktlinsen bieten heute ein breites Spektrum, um vorhandene Fehlsichtigkeiten optimal zu korrigieren.
Eine therapeutische Behandlung von Fehlsichtigkeiten ist nicht möglich, da ein Sehfehler keine Erkrankung darstellt. Besteht trotzdem der Wunsch ohne Brille oder Kontaktlinsen auszukommen, ist dies mit einem chirurgischen Eingriff, der Augenlaser-Operation, möglich.
Eine Erfolgsgarantie für eine Leben ohne Brille gibt es allerdings nicht. Rückbildungen der Hornhaut an der Operationsstelle oder eine beginnende Alterssichtigkeit ab dem vierzigsten Lebensjahr können eine spätere Brille nicht ausschließen. Bei Kurzsichtigkeit ist das Verfahren bis -8,0 Dioptrien geeignet, bei Weitsichtigkeit bis zu +4,0 Dioptrien. Insbesondere die Wirksamkeit bei Weitsichtigkeit ist eingeschränkt.

Was ist im Vorfeld zu beachten?

Etwa zwei Wochen vor einer Hornhaut-Untersuchung sollten keine Kontaktlinsen mehr getragen werden. Für exakte Messergebnisse ist es wichtig, äußere Einflüsse auf ein Minimum zu reduzieren. Blutgerinnungshemmende Medikamente müssen vor der Operation möglicherweise abgesetzt werden. Zum Operationstermin empfiehlt es sich, ungeschminkt zu erscheinen.

Wie läuft die Operation ab?

Eine örtliche Betäubung wird in Form von Augentropfen vorgenommen. Medikamente zur Beruhigung sind bei ängstlichen Personen möglich. Für ein freies Operationsfeld wird das Auge mit einem Lidhalter offen gehalten und fixiert.
Um spätere Vernarbungen zu reduzieren und den Heilungsprozess zu beschleunigen, wird mit einem elektronisch geführten Skalpell eine dünne Lamelle der Hornhaut eingeschnitten und wie ein Buchdeckel aufgeklappt.
Mit dem Laser lässt sich nun eine hauchdünne vorher berechnete Schicht der Hornhaut abtragen. Anschließend wird die Hornhautoberfläche durch Zurückklappen der Hornhautlamelle wieder zurückgeklappt. Eine weitere Versorgung bis auf das Anlegen eines Augenverbands ist nicht nötig.

Wie sieht die Nachbehandlung aus?

Der Behandelte erhält Augentropfen und eine Augensalbe, möglicherweise weitere Medikamente, die er nach Angabe anwenden sollte. Da die Operation ambulant durchgeführt wird, darf er 24 Stunden lang nicht Autofahren. Sechs Stunden lang soll das Auge geschlossen bleiben. Augenreiben sollte in den ersten Tagen unterbleiben. Auch bei sportlichen Aktivitäten, anstrengenden Tätigkeiten, dem Kontakt mit Wasser und Schminke ist zu Beginn Vorsicht geboten. Durch die Operation wurde die Augenhornhaut in der Dicke und Form nachhaltig verändert. Bei weiteren Augenuntersuchungen wie zum Beispiel der Augeninnendruckmessung ist daher stets auf die durchgeführte Operation hinzuweisen.

Alternativen zu Lasik - Korrektur der Fehlsichtigkeit durch Laser-OP

Alternativ sind die Brille oder Kontaktlinse. Auch mit der LASIK-Operation ist nicht sichergestellt, ob eine Sehkorrektion ncith doch noch erforderlich wird.
Eine mögliche Alternative ist die Orthokeratologische Kontaktlinse.

Komplikationen

Nach dem Eingriff kann es zu Schmerzen, brennenden und tränenden Augen kommen. Einige Personen leiden unter trockenen Augen und auch längerfristig unter einer Blendempfindlichkeit.
Möglich sind darüberhinaus:
  • Einschränkungen des Sehens bei Dämmerung und Nacht
  • Sehen von Glanzeffekten und Lichthöfen
  • Über-und Unterkorrektionen
  • Vorwölbung der Hornhaut durch Gewebestrukturschwäche
  • Trübungen der Hornhaut
  • Infektionen der Hornhaut.
Über die Langzeitsicherheit der Operation lässt sich noch keine Aussage machen.

Kosten zu Lasik - Korrektur der Fehlsichtigkeit durch Laser-OP

Die Gesetzliche Krankenkasse (GKV) übernimmt die Kosten der Operation nicht, einige Private Krankenkassen möglicherweise schon. Die Preise bewegen sich zwischen 2000.- und 5000.- Euro für eine Behandlung beider Augen.

Daten/Fakten zu Lasik - Korrektur der Fehlsichtigkeit durch Laser-OP

Qualitätsnachweis prüfen

Wer sich für eine LASIK-Operation entscheidet, sollte sich unbedingt informieren, ob die Praxis oder Klinik auch für den Eingriff zertifiziert ist. In Deutschland gibt es ein Siegel für die Prozessqualität, das ISO-9001:2000-Zertifikat, das aber nichts über die Qualität der Behandlung aussagt.
Der LASIK-TÜV wurde in Zusammenarbeit mit Verbänden entwickelt und baut auf dem ISO-Zertifikat auf. Allerdings sind hier Qualität der Dienstleistung und des Ergebnisses geprüft. Besonders bei häufig günstig erscheinenden Operationen im Ausland ist Vorsicht geboten. Zentren im Ausland sind vor der Operation gut zu prüfen.

Links zu Lasik - Korrektur der Fehlsichtigkeit durch Laser-OP

Veröffentlichungen zur Refraktiven Chirurgie:

Pro
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands
Freevis-Lasikzentren
Augenklinik Mainz

Contra
SpiegelOnline-Wissenschaft Bericht vom November 2008
Kuratorium Gutes Sehen Medienservice Ausgabe März 2004
Augenschule im Spessart 2009

Quellen:
http://www.visionsurgeryrehab.org,
http://www.operationauge.org
http://www.lasikdisaster.com
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-62013406.html
Autor: Hofmann, Julia23.09.2015

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