Bluthochdruck schadet auch Teenagern

Bluthochdruck richtet dauerhaft Organschäden an. Das betrifft oftmals sogar schon Teenager, warnen Wissenschaftler anlässlich eines Kongresses. Schäden an Gefäßen und Herz sind die Folge.


Gefäß- und Herzschäden auch bei Blutdruck im hohen Normalbereich

Organschäden aufgrund von Bluthochdruck (Hypertonie) kommen nicht nur bei Erwachsenen vor. Bei Jugendlichen können sich bereits Druckwerte auswirken, die noch nicht die Kriterien des Bluthochdrucks erfüllen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie anlässlich des Kongresses der American Heart Association und anderer Fachgesellschaften in San Francisco.

Bluthochdruck in der Kindheit und Jugend ist anders definiert als der im Erwachsenenalter. Er richtet sich an Percentilen aus, die von Alter, Wachstum und Gewicht bestimmt werden. Die reinen Blutdruckwerte sind nicht aussagekräftig genug. Blutdruckwerte oberhalb der 90igsten Percentile gelten zunächst als grenzwertiger und ab der 95igsten Percentile als Bluthochdruck.

Blutdruck und Organschäden, die aufgrund von Bluthochdruck entstehen, untersuchten die Forscher an 180 Teenagern zwischen 14 und 17 Jahren. Organschäden ließen sich demnach sogar bei einem Blutdruck feststellen, der noch im Normalbereich lag. Ein Blutdruck darüber verursachte auch bei den Jugendlichen Gefäß- und Herzschäden. 


Forscher: Blutdruck schon bei kleinen Kindern messen

Einige Heranwachsende weisen Gefäß- und Herzschäden aufgrund eines zu hohen Blutdrucks auf, so die Wissenschaftler vom Cincinneti Children's Hospital Medical Center in Ohio. Die Betroffenen erhalten oftmals keine Diagnose und keine Therapie. Kinder und Jugendliche mit einem Blutdruck im hohen Normalbereich sollten sich einer bildgebenden Untersuchung des Herzens unterziehen, um zu bestimmen, wie aggressiv die Therapie sein sollte, schließen die Wissenschaftler aus den Studienergebnissen.

Der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte empfiehlt, den Blutdruck bei Kindern bereits ab einem Alter von drei Jahren zu untersuchen. Denn Bluthochdruck entwickelt sich zunehmend schon früh. Vier Prozent der Vorschulkinder und zehn Prozent der Schüler sind bereits davon betroffen. Hauptursachen des hohen Blutdrucks sind Übergewicht und Bewegungsmangel.

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