Rückmeldungen von Kollegen ernst nehmen

Beschweren sich Kollegen, dass die eigene Reizbarkeit zugenommen hat, sollten Arbeitnehmer das ernst nehmen. «Klassischerweise tut man solche Rückmeldungen erst einmal ab», sagt Anette Wahl-Wachendorf vom Verband der Betriebs- und Werksärzte. So eine Aussage stimme mit der Eigenwahrnehmung häufig nicht überein. Nicht selten seien diese Rückmeldungen aber ein Alarmzeichen, dass etwas nicht in Ordnung und der Mitarbeiter überlastet ist. Im schlimmsten Fall steuert er sogar auf ein Erschöpfungssyndrom zu.

Beschäftigte sollten deshalb - auch wenn es schwer fällt - über das Gesagte in Ruhe nachdenken, rät Wahl-Wachendorf. Wer unsicher ist, ob er überlastet ist, könne in einem ersten Schritt zum Beispiel eine Woche lang seine täglichen Arbeitszeiten notieren. Manchmal helfe es auch, eine dritte Meinung zu dem kritischen Feedback einzuholen, etwa von einem anderen Kollegen oder dem Betriebsarzt.

Wichtig sei, überhaupt etwas zu tun, so die Expertin. Denn wer bei diesen ersten Alarmzeichen aktiv wird, kann häufig verhindern, das eine möglicherweise vorhandene Erschöpfung zunimmt - und der Arbeitnehmer im schlimmsten Fall sogar erkrankt.

Quelle: dpa13.01.14Zum AnfangZurück

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