Gleitsichtbrille

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Methode zu Gleitsichtbrille

Gleitsichtgläser

Wer Unterstützung sowohl beim Sehen in den Nahbereich als auch in die Ferne benötigt, aber nicht ständig zwischen verschiedenen Brillen wechseln möchte, hat mit einer Gleitsichtbrille eine optimale Begleiterin. In ihren Gläsern befindet sich, wie bei der Bifokalbrille, im oberen Teil die Korrektur für die Ferne, im unteren die für die Nähe. Dazwischen gibt es jedoch zusätzlich eine Übergangszone, in der die Korrektion fließend von oben nach unten von der Fern- in die Nahsicht übergeht. Eine sichtbare Kante wie bei der Bifokalbrille gibt es nicht. Äußerlich unterscheidet sich eine Gleitsichtbrille daher nicht von einer Einstärkenbrille. Der Bereich für die Nahsicht ist bei der Gleitsichtbrille meist relativ schmal. Allerdings können die Sehzonen im Glas je nach Wunsch individuell gestaltet werden. Wird ein größerer Lesebereich benötigt, sollte man dies bei der Brillenanpassung mit angeben.

Standard- oder Premiumglas

Die Hersteller von Gleitsichtgläsern bieten diese in verschiedenen Ausführungen an, von der Standard- bis zur Premiumvariante. Hier gilt: Je hochwertiger das Glas und je größer die Sehzonen, desto angenehmer das Sehen. Personalisierte Gleitsichtgläser berücksichtigen sämtliche Parameter ihres zukünftigen Trägers - von anatomischen Gegebenheiten über die individuellen Lebensgewohnheiten bis hin zu Kopf- und Körperhaltung beim Lesen.


Verträglichkeit

Wie bei jeder anderen Korrektionsart auch dauert es anfangs ein wenig, bis sich der Brillenträger an die neue Art des Sehens gewöhnt hat. Beim Blick durch Gleitsichtgläser kann es zu Unschärfen und Verzerrungen kommen. Auch ein leichtes Schwindelgefühl ist möglich. Die meisten Menschen gewöhnen sich an das neue Sehgefühl, aber eben nicht alle. Halten die Beschwerden an oder kommen weitere wie Kopschmerzen oder Übelkeit hinzu, sollte gemeinsam mit dem Anpasser nach einer anderen Lösung gesucht werden. Am einfachsten ist die Gewöhnung, wenn man sich schon dann für eine Gleitsichtbrille entscheidet, sobald eine Korrektion für das Sehen in den Nahbereich erforderlich ist, da diese anfangs noch meist sehr gering ausfällt und sich die genannten Nebenwirkungen in Grenzen halten.

Alternativen zu Gleitsichtbrille

Gleitende Sicht mit Kontaktlinsen

Wer nicht auf Gleitsicht, wohl aber auf die Brille verzichten möchte, kann sich entsprechende Kontaktlinsen anpassen lassen, wenn es die Augengesundheit zulässt. Diese Mehrstärkenlinsen gibt es sowohl als formstabile Variante als auch in Form von Weichlinsen. Zudem können die Sehbereiche auf unterschiedliche Weise angeordnet sein: alternierend, heißt, Nah- und Fernbereich sind klar getrennt, oder simultan, heißt, der Träger blickt gleichzeitig durch Nah- und Fernbereich. Die Anpassung erfolgt in jedem Fall bei spezialisierten Augenoptikern.

Mehrstärkenbrille

Menschen, die sich partout nicht an die gleitende Sicht gewöhnen können, kommen eventuell besser mit einer "klassischen" Mehrstärkenbrille zurecht. Je nachdem, ob ihre Gläser zwei Sehbereiche (Nah- und Fernsicht) oder drei (Nah- und Fernsicht sowie ein Zwischenbereich für mittlere Distanzen) berücksichtigen, wird zwischen Bi- und Trifokalbrillen unterschieden. Die Korrektionszonen sind hier deutlich erkennbar voneinander getrennt, eine fließende Übergangszone gibt es nicht.

Kosten zu Gleitsichtbrille

Qualität hat ihren Preis

Das Anpassen einer Gleitsichtbrille stellt große Anforderungen an die Fähigkeiten und Genauigkeit des Augenoptikers. Dieser muss dafür sorgen, dass der Blick des Trägers durch die richtige Sehzone fällt. Dabei kommt auch der individuellen Kopfhaltung des künftigen Brillenträgers besondere Bedeutung zu. Die Bestimmung der Sehzonen im Glas hat millimetergenau zu erfolgen, um sicherzustellen, dass der Träger scharf in alle Entfernungen sieht.
Diese Präzisionsarbeit hat ihren Preis. Was die Brille letzlich kostet, hängt zudem davon ab, ob man sich für die Basisvariante entscheidet oder sich die Brille buchstäblich auf den Leib schneidern, also anhand individueller Faktoren und Wünsche anfertigen lässt. Was Zuzahlungen der Krankenkassen angeht, gelten für Gleitsichtbrillen dieselben Vorgaben wie für Mehrstärken- und Einstärkenbrillen: Die Kassen beteiligen sich nur in wenigen, genau definierten Ausnahmefällen an den Kosten.
Autor: Thiede, Katja17.09.2015

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