Schokolade gegen Herzrhythmusstörungen

Liebhaber von Schokolade sollten möglicherweise kein allzu schlechtes Gewissen haben. Denn sie tun unter anderem ihrem Herzen etwas Gutes. Schokolade senkt das Entwicklungsrisiko von Herzrhythmusstörungen, ergab eine aktuelle Untersuchung.


Vorhofflimmern ist eine Volkskrankheit

Wer pro Woche etwa 60 bis 170 Gramm Schokolade isst, weist ein um ein Fünftel reduziertes Risiko für Vorhofflimmern auf. Das zeigen die Daten von mehr als 55.000 Dänen. 

Vorhofflimmern ist eine Herzrhythmusstörung, bei der es zu schnellen und unregelmäßigen Schlägen der Herzvorhöfe kommt. Dies beeinträchtigt die Pumpfunktion des Herzens und den Blutfluss in die Herzkammern. Das nicht effektiv weitergepumpte Blut kann leichter gerinnen. Sich gebildete Blutgerinnsel können dann in die Blutbahn ausgeschwemmt werden. Gelangen Blutgerinnsel in Gehirngefäße, kann es zum Schlaganfall kommen. Vorhofflimmern erhöht deshalb das Risiko für einen Schlaganfall. Auch das herzbedingte Todesrisiko ist verdoppelt.

Mit dem Alter steigt das Risiko für Vorhofflimmern. Die Herzrhythmusstörung ist eine Volkskrankheit, um die 2,2 Prozent der Bevölkerung leiden nach Angaben des Kompetenzzentrums Vorhofflimmern e. V. an der Erkrankung. In der Vorbeugung der Herzkrankheit spielt eine gesunde Ernährung eine Rolle. Ob auch der Konsum von Schokolade eine Bedeutung hat, untersuchten Epidemiologen der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston anhand der Daten von über 55.000 Erwachsenen, die an einer großen dänischen Studie zu Ernährung, Krebserkrankungen und Gesundheit teilgenommen hatten.


Kleine regelmäßige Mengen an dunkler Schokolade schützen Herz

Die Studienteilnehmer waren zwischen 1993 und 1997 in die Studie aufgenommen worden. Erfasst worden waren Gewicht, Cholesterinwerte und Blutdruck. Die allgemeine Gesundheit und der Konsum von Schokolade ging aus der Beantwortung von Fragebögen hervor.

In den mehr als 13 Jahren Beobachtungszeit entwickelten über 3.300 Studienteilnehmer Vorhofflimmern. Schokoladenliebhaber waren den Studienergebnissen seltener von Vorhofflimmern betroffen. Dabei galt es aber nicht, möglichst viel Schokolade zu essen, um vor der Herzrhythmusstörung geschützt zu sein. Ausreichend war der regelmäßige Genuss kleiner Mengen an Schokolade. Ein Zuviel könnte zu einer Gewichtszunahme führen.

Die Forscher empfehlen kleine Mengen dunkler Schokolade als Bestandteil einer gesunden Ernährung. Ihre Studie veröffentlichten sie im Fachjournal "Heart".

Quelle: Dr. Julia Hofmann02.06.17Zum AnfangZurück

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