Sport: Konkurrenz ist beste Motivation

Die meisten Menschen bewegen sich zu wenig und sind weit davon entfernt, offizielle Empfehlungen zu erfüllen und damit Erkrankungen vorzubeugen. Wie kann man sich selbst motivieren? Konkurrenz hilft, finden Forscher heraus.


Was ist besser: soziale Unterstützung oder Konkurrenz?

69 Prozent der US-Amerikaner zwischen 18 und 24 Jahren bewegen sich zu wenig. Hierzulande dürften die Zahlen nur wenig besser sein. Das hat häufig gesundheitliche Konsequenzen und leistet chronischen Erkrankungen Vorschub. Deshalb bemühen sich Wissenschaftler, den Motivatoren für körperliche Aktivität auf die Spur zu kommen und diese zu fördern.

Als hilfreich gilt gerade zu Beginn sportlicher Aktivitäten sich mit Freunden oder Bekannten zusammenzuschließen. Doch es stellt sich die Frage, inwieweit Soziale Medien hilfreich sind, ob eine freundliche, unterstützende Haltung der Umwelt besser ist oder ob im Gegenteil Konkurrenz und Wettkampf zu einem Mehr an körperlicher Aktivität führen können? Diese Fragen beantworteten Wissenschaftler der University of Pennsylvania mit ihrer Studie im Journal "Preventative Medicine Reports". 

790 Studenten hatten an einem elfwöchigen Bewegungsprogramm teilgenommen. Bestandteil der wöchentlichen Trainingseinheiten waren Laufen, Training auf stationären Rädern (Spinning), Yoga und Gewichtheben. Fitnesstraining und Ernährungsanleitungen wurden über eine extra gestaltete Webseite vermittelt. Teilnehmer, die an den meisten Trainingseinheiten teilnahmen, sollten Belohnungen und Geldpreise erhalten.


Konkurrenz und Wettbewerb beflügeln

Um den Einfluss Sozialer Medien zu untersuchen, wurden Teilnehmer in vier Gruppen eingeteilt. In der ersten Gruppe dominierte eine freundliche und unterstützende Behandlung, in der zweiten herrschte Konkurrenzdruck, in einer dritten Gruppe eine Mischung aus beidem und eine vierte Gruppe diente als Vergleichsgruppe. Alle Studienteilnehmer konnten Ranglisten einsehen, wobei sich diese unterschieden. Teilnehmer der Wettkampfgruppe konnten erfahren, wie andere Teams abschnitten. Andere Teilnehmer sahen, wie viel einzelne Studienteilnehmer leisteten. Teilnehmer der Gruppe mit unterstützendem Umfeld konnten online chatten und ihre Teammitglieder zu Sport motivieren. Sie wussten aber nicht, wie andere Teams oder deren einzelne Mitglieder abschnitten.

Konkurrenz motivierte Studienteilnehmer zu deutlich mehr Bewegung als alleiniges unterstützendes Verhalten. Die Häufigkeit an der Teilnahme sportlicher Aktivitäten war in Konkurrenzsituationen um 90 Prozent höher. Alleinige soziale Unterstützung mündete eher in einem Nachlassen der sportlichen Bemühungen.

Die Forscher vermuten, dass Konkurrenz eher dazu führt, dass sich die aktivsten Teilnehmer in einem Team höhere Ziele stecken. Dies beeinflusst weniger aktive Menschen eher positiv, sodass sie motiviert sind, mehr Leistung zu bringen.

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