Kinder: Schlafstörungen wegen Mediennutzung
Nutzen Kinder zur Zeiten des Schlafengehens Bildschirmmedien, drohen Schlafstörungen, zeigt eine aktuelle Studie, die Ergebnisse aus 20 Studien um das Thema analysierte. Nicht nur der Nachtschlaf ist gestört, auch am Tag sind die Kinder häufig müde. Langfristig kann es zu weiteren gesundheitlichen Problemen kommen.
Bildschirmmedien immer häufiger im Kinderzimmer
Medien sind aus dem Alltag von Kindern kaum noch wegzudenken, Computer, Smartphone oder Fernseher haben auch abends Konjunktur. Wie aber wirkt die Bildschirmmediennutzung am Abend auf den Schlaf der Kinder? US-Forscher fanden heraus, dass die Nutzung zur Schlafenszeit die Wahrscheinlichkeit einer unzureichenden Schlafdauer verdoppelt. In gleichem Ausmaß ist zudem das Risiko von Tagesmüdigkeit erhöht. Dies ergab die Analyse von 20 Studien mit insgesamt mehr als 125.000 Kindern.
Schlaf ist ein unterschätzter, aber sehr wichtiger Bestandteil der kindlichen Entwicklung, so die Wissenschaftler. Regelmäßiger Schlafmangel habe zerstörerische und gesundheitsschädliche Auswirkungen. Aufgrund der Verfügbarkeit tragbarer Mediengeräte wie Smartphones und Tablets habe sich das Problem schlechten Schlafs bei Kindern verschärft.
Regelmäßiger Schlafmangel hat Folgen
Nach Angaben der Forscher verfügen 72 Prozent der Kinder und 89 Prozent der Jugendlichen über mindestens ein Mediengerät in der näheren Schlafumgebung, die auch kurz vor dem Schlafengehen genutzt werden. Dies führe zu Verschiebungen, Verzögerungen oder Unterbrechungen des Schlafes, zudem käme es zu einer psychologischen Stimulation des Gehirns, einer Beeinflussung des physiologischen Tag-Nacht-Rhythmus, der Schlafphysiologie und der Wachheit.
Der gestörte Schlaf kann mentale und körperliche gesundheitliche Konsequenzen haben, warnen die Forscher. Kurz- oder langfristig drohen schlechte Ernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht, reduzierte Immunfunktion, eingeschränktes Wachstum und mentale Probleme. Ergebnisse der Studie veröffentlichten die Forscher in "JAMA Pediatrics".