Sport am Arbeitsplatz

Gehen und Radfahren während der Arbeitszeit? Das ist mit dynamischen Arbeitsstationen möglich, zeigt eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. So lässt sich die Gesundheit von Arbeitnehmern fördern und auch die Arbeitsleistung bleibt hoch. Nicht ganz so begeistert waren aber die freiwilligen Studienteilnehmer.

 

 

Bewegung bei der Arbeit: Dynamische Arbeitsplätze

 

Immer weniger körperliche Belastung, immer mehr Büro- und Bildschirmarbeitsplätze sind Ursache verminderter Bewegung und Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems sowie der Herzens und Kreislaufs. Häufig sind akute und chronische Rückenschmerzen, Stoffwechselstörungen, koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt die Folge der mangelnden Bewegung. Auch eine aktive Freizeitgestaltung kann dies oftmals nicht ausgleichen.

 

Um die körperliche Aktivität am Arbeitsplatz zu erhöhen, wurden im Rahmen einer Studie dynamische Arbeitsplätze errichtet, die Bewegung mit dem Ausführen von Bürotätigkeiten verbindet. Zum Einsatz kamen Laufband und Sitzergometer mit je zwei Intensitäten. Sechs weibliche und sechs männliche freiwillige Probanden führten je fünf Bürotätigkeiten in festgelegter Reihenfolge aus.

 

 

Eingeschränkte Akzeptanz der Bürotätigen

 

Die dynamischen Arbeitsstationen führten zu einer leicht erhöhten Muskeltätigkeit, Puls und Energieumsatz stiegen jedoch statistisch relevant an. Der Energieumsatz ließ sich sogar um 100 Prozent steigern. Die Bewertung der Tätigkeiten fiel unter den Teilnehmern jedoch unterschiedlich aus. Die meisten würden dynamische Arbeitsstationen an ihrer Arbeitsstelle nicht nutzen wollen. Kritikpunkt war zum Beispiel eine mangelnde Arbeitsleistung. Verbesserungen der dynamischen Arbeitsstationen wären sinnvoll und könnten die Gesundheit von Beschäftigten fördern. Ob die freiwilligen Probanden dieser Untersuchung repräsentativ sind, ist ebenfalls unwahrscheinlich. Möglicherweise gäbe es viele Arbeitnehmer, die das Angebot dynamischer Arbeitsplätze gerne annehmen würden.

Quelle: Dr. Julia Hofmann04.05.15Zum AnfangZurück

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