Vitamin-D-Mangel erhöht Blasenkrebsrisiko

Ein Mangel an Vitamin D steht mit verschiedenen Gesundheitsstörungen in Zusammenhang. Jetzt belegen Wissenschaftler, dass zu wenig Vitamin D auch das Blasenkrebsrisiko erhöht. Ein Vitaminmangel kommt in Deutschland und anderen auf der nördlichen Hemisphäre gelegenen Ländern häufig vor.


Vitamin D ist nicht nur für Knochen bedeutsam

Ein Anteil des Vitamin D, das der Mensch benötigt, stammt aus der Nahrung. Fetter Fisch, Fischöl, Milchprodukte, Leber oder Eigelb enthalten Vitamin D, den Hauptteil des Vitamins bildet der Körper aber selbst, wenn er Sonnenlicht ausgesetzt ist. Die Ernährung allein reicht nicht aus, den Vitaminbedarf zu decken.

Vitamin D ist für den Erhalt gesunder Kalzium- und Phosphatwerte wichtig. Bei einem Vitaminmangel entwickeln Kinder Knochenverformungen wie Rachitis. Erwachsene können eine Osteoporose entwickeln. Davon sind vor allem Frauen nach den Wechseljahren betroffen, aber auch Männer können unter Osteoporose leiden. Ein Vitaminmangel erhöht auch das Risiko der Entstehung einer eingeschränkten geistigen Leistungsfähigkeit, von Herzkreislauferkrankungen, Krebs und Autoimmunkrankheiten.

Von einem Vitaminmangel sind meist Menschen betroffen, die sich der Sonne wenig aussetzen und etwa einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden, um die Haut vor UV-Strahlen und damit Sonnenbränden und Hautkrebs zu schützen. Vor allem Menschen aus nördlichen Gegenden leiden unter einem Mangel an Vitamin D.


Höherer Vitaminspiegel im Blut könnte Krebs vorbeugen

Eine aktuelle Untersuchung von sieben Studien ergab nun, dass ein Vitaminmangel auch das Blasenkrebsrisiko erhöht. In fünf der Studien zeigte sich, dass das Blasenkrebsrisiko steigt, wenn Vitamin-D-Werte niedrig sind. Höhere Vitaminwerte gingen zudem mit einem wahrscheinlicheren Überleben von Patienten mit Blasenkrebs einher. Die Forscher fanden zudem heraus, dass Schleimhautzellen der Blase auf Vitamin D reagieren. Sie können Vitamin D bilden und darüber die Immunfunktion beeinflussen.

Die Forscher empfehlen die Einnahme von Vitamin D, um dem Blasenkrebsrisiko, aber auch anderen Erkrankungen vorzubeugen. Die Studie wurde anlässlich einer Konferenz der Society of Endocrinology in Großbritannien vorgestellt.

Quelle: Dr. Julia Hofmann17.11.16Zum AnfangZurück

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