Übergewicht: Weniger Schmerzen durch Ernährung

Zwischen Übergewicht und chronischen Schmerzen besteht ein Zusammenhang. Übergewichtsbedingten Schmerzen lässt sich offenbar durch die Art der Ernährung vorbeugen. Eine mediterrane Ernährungsweise leistet hierzu einen Beitrag, so Mediziner.


Mediterrane Ernährung: Fisch, Obst und Gemüse, Nüsse, Pflanzenöl

Die Verbindung zwischen Übergewicht und chronischen Schmerzen könnte auf entzündliche Vorgänge im Körper zurückzuführen sein. Die Annahme, dass eine antientzündliche Ernährung solche Schmerzen beeinflussen könnte, scheint deshalb nicht abwegig zu sein. Psychologen der Ohio State University untersuchten deshalb, inwieweit eine als antientzündlich wirksame mediterrane Ernährung chronische Schmerzen von übergewichtigen Menschen beeinflussen kann. Eine mediterrane Ernährung ist reich an Fisch, Obst und Gemüse, gesunden pflanzlichen Fetten und Nüssen. Der Anteil an rotem Fleisch und tierischen Fetten ist geringer.

Die Qualität der Ernährung ist den Wissenschaftlern zufolge für chronische Schmerzen bei Übergewicht bedeutsamer als die Menge der zugeführten Nahrung. Sie fanden heraus, dass eine Ernährung mit mehr Fisch, pflanzlichen Proteinen, etwa aus Nüssen oder Bohnen, auch unabhängig vom Körpergewicht mit geringeren Schmerzen verbunden ist. Die im Journal "Pain" veröffentlichten Studienergebnisse zeigen auch, dass überschüssige Pfunde die Wahrscheinlichkeit erhöhen, chronische Schmerzen zu entwickeln.

In der Studie waren die Ernährungsgewohnheiten der fast 100 Studienteilnehmer im Alter zwischen 20 und 78 Jahren sowie Beschwerden und Schmerzen genau erfasst worden. Die Forscher entwickelten ein Modell, das bei der Klärung der Frage half, ob Nahrungsbestandteile einer mediterranen Ernährung für die Entwicklung von Schmerzen bei Übergewicht eine Rolle spielen.

Die mediterrane Ernährung ist eine Art der Ernährung, wie sie in südlichen Mittelmeerländern verbreitet ist. Hier besteht traditionell Olivenanbau und Fischfang. Die Ausrichtung der Ernährung ist eher vegetarisch. Allerdings handelt es sich um keine einheitliche Ernährungsform.

Quelle: Dr. Julia Hofmann08.03.17Zum AnfangZurück

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