Spaziergang sorgt für gute Laune

Schon ein gemächlicher Spaziergang kann die Laune heben und zum psychischen Wohlbefinden beitragen, so Forscher. Das gelte besonders für Menschen, die sich sonst eher wenig bewegen.


Bewegungsmangel wirkt sich auf das psychische Befinden aus

Um sein psychisches Wohlbefinden zu steigen, ist kein anstrengendes Workout notwendig, zeigen Wissenschaftler der Universität Connecticut. Gregory Panza und Kollegen der Abteilung für Kinesiologie wollten wissen, wie viel Bewegung notwendig ist, damit sich ein psychischer Nutzen zeigt und Menschen subjektiv das Gefühl haben, dass es ihnen besser geht. Sie untersuchten dafür 149 Erwachsene mittleren Alters.

Die Bewegung der Studienteilnehmer wurde vier Tage lang mittels Beschleunigungsmessgeräten aufgezeichnet. Zusätzlich dokumentierten die Teilnehmer ihre tägliche körperliche Aktivität, den Grad an Depression, ob sie Schmerzen hatten, wie schwer diese waren und wie sie die täglichen Aktivitäten beeinflussten. 

Studienteilnehmer, die sich kaum bewegten, wiesen die geringsten Werte für subjektives Wohlbefinden, jedoch die höchsten Werte für Depressionen auf.  Die Forscher werten dies als Hinweis darauf, dass sich Bewegungsmangel negativ auf die psychische Gesundheit auswirkt. 


Forscher: Schon leichte Bewegung hebt die Stimmung

Menschen, die sich mehr bewegten, fühlten sich subjektiv wohler.  Das Wohlbefinden veränderte sich aber mit der Intensität der Bewegung. Schon leichte Bewegung wie ein gemächlicher Spaziergang konnte das subjektive Wohlbefinden steigern und Depressionssymptome lindern. Moderat intensive körperliche Aktivität steigerte das psychische Wohlbefinden noch deutlicher und senkte zusätzlich die Stärke von Schmerzen. Moderate Bewegung entsprach dem Gehen einer Meile in 15 bis 20 Minuten. Dabei steigen Herzfrequenz und Atmung leicht an.

Es zeigte sich, dass besonders Teilnehmer profitierten, die sich sonst kaum bewegten. Ihnen tat leichte bis moderate körperliche Aktivität hinsichtlich ihres psychischen Befindens besonders gut. Ergebnisse der Studie wurden im "Journal of Health Psychology" veröffentlicht.

Quelle: Dr. Julia Hofmann24.05.17Zum AnfangZurück

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