Frauen: Frühe Wechseljahre schwächen Herz

Frauen, die früh in die Wechseljahre kommen und keine Kinder haben, neigen eher dazu, eine Herzschwäche zu entwickeln. Das ergaben die Daten von mehr als 28.000 Frauen. 


Forscher untersuchen große Datenmenge zu Herzgesundheit und Fortpflanzung

Koronare Herzkrankheit (KHK), Herzinfarkt und Herzschwäche gehören bei Männern und Frauen zu den häufigsten Erkrankungen und Todesursachen. Studien fanden bereits einen Zusammenhang zwischen weiblichen Geschlechtshormonen, der Fortpflanzung und dem Herzerkrankungsrisiko. Demnach besteht die Vermutung, dass Kinderlosigkeit und frühe Wechseljahre zu einem erhöhten Herzrisiko beitragen, schon längere Zeit. Eine neue Studie im "Journal of the American College of Cardiology" bestätigt nun diesen Verdacht.

Wissenschaftler der Universität von Kalifornien untersuchten die Daten von mehr als 28.500 Frauen, die an der großen "Women's Health Initiative" teilgenommen hatten. In dieser Studie wurde die Gesundheit von Frauen langfristig beobachtet. Die Teilnehmerinnen dieser Untersuchung wurden durchschnittlich 13 Jahre lang verfolgt. In dieser Zeit erlitten 5,2 der Frauen ein Herzversagen und mussten deshalb im Krankenhaus aufgenommen werden.

Die Forscher untersuchten nun mögliche Zusammenhänge von Herzerkrankungen mit der Anzahl der Kinder, die die Frauen geboren hatten, dem Alter der Frauen bei der ersten Schwangerschaft sowie der gesamten Dauer der fortpflanzungsfähigen Zeit, also der Zeit von der ersten Monatsblutung bis zur letzten.


Weibliche Geschlechtshormone könnten Herzgesundheit beeinflussen

Frauen mit einer kurzen reproduktiven Periode in ihrem Leben wiesen ein höheres Risiko für ein Herzversagen auf. Dieses Risiko stand mit dem Erreichen der letzten Monatsblutung beziehungsweise der Menopause in jüngeren Jahren in Zusammenhang. Besonders war die natürliche Beendigung der fruchtbaren Zeit von Bedeutung, weniger eine chirurgisch herbeigeführte.

Frauen mit einer kürzeren Dauer der fortpflanzungsfähigen Zeit weisen den Wissenschaftlern zufolge ein leicht erhöhtes Herzrisiko auf. Die Forscher vermuten, dass die weiblichen Geschlechtshormone eine herzschützende Wirkung besitzen. Die Zusammenhänge müssten in weiteren Studien weiter geklärt werden.

Quelle: Dr. Julia Hofmann25.05.17Zum AnfangZurück

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