Übelkeit nach Sport und Anstrengung

Studien zufolge leiden 30 bis 50 Prozent aller Sportler immer wieder an Übelkeit, bei Marathonläufern liegt die Quote sogar bei etwa 80 Prozent. Doch woran liegt es, dass man beim Ausdauersport immer wieder mit Übelkeit zu kämpfen hat?

Dr. Dejan Reljie, der sportwissenschaftliche Leiter des Hector-Centers für Ernährung, Bewegung und Sport vom Universitätsklinikum Erlangen meint dazu: Eine der Hauptursachen für Übelkeit beim Sport ist eine verminderte Durchblutung des Magen-Darm-Traktes während der sportlichen Aktivität. Bei intensiver, körperlicher Belastung wird ein Großteil des Blutvolumens in die Arbeitsmuskulatur und die Haut umgeleitet. Der Blutzufluss bei längerer Aktivität kann sich sogar um bis zu 80 Prozent verringern.

Weitere Gründe für Unwohlsein beim Sport können in einer veränderten Magen-Darm-Bewegung, einer gestörten Darmdurchlässigkeit, großem mechanischen Stress während des Sports oder auch vermehrtem Schlucken von Luft durch die gesteigerte Atmung liegen. Auch sehr ballaststoffreiche oder fetthaltige Speisen sowie größere Mengen Fructose, vor dem Sport eingenommen, können zu Problemen führen. Auch sollte eine Zufuhr von Nahrungsmitteln oder Getränken mit hohem glykämischen Index eine halbe bis ganze Stunde vor dem Sport vermieden werden, da auch ein starker Abfall des Blutzuckerspiegels (Rebound-Hypoglykämie) zu Übelkeit und Leistungsabfall führen kann.

Am besten ist es, direkt vor dem Sport, beim Aufwärmen, die letzten kohlenhydrathaltigen Produkte wie Sportgetränke oder Powergels zu sich zu nehmen. Während des Sports auf konzentrierte Sportgetränke verzichten, da sie die Magenentleerung verzögern.

Quelle: Silke Funk27.03.18Zum AnfangZurück

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