20 Minuten Bewegung gegen Entzündungen

Für die Gesundheit sind körperliche Aktivität und Sport sehr wichtig. Dabei wirken bereits 20 Minuten Bewegung antientzündlich. Die körperliche Aktivität muss noch nicht einmal besonders intensiv sein, so die Ergebnisse einer aktuellen Studie.


Sympathisches Nervensystem hemmt Entzündungen

Der langfristige gesundheitliche Nutzen von Bewegung und Sport ist zahlreich und vielfach belegt. Das Risiko von Herzkreislaufkrankheiten nimmt ab, Stoffwechsel und Gewichtskontrolle sind verbessert und Herz, Muskeln und Knochen werden gestärkt. Regelmäßige körperliche Aktivität wirkt blutdrucksenkend, reduziert das Risiko der Entstehung von Diabetes mellitus und einigen Arten des Krebses. 

In der im Journal "Brain, Behaviour and Immunity" jetzt veröffentlichten Studie untersuchten Forscher der University of California/San Diego School of Medicine die Auswirkungen einer 20-minütigen Sporteinheit auf das Immunsystem. Sie nahmen an, dass die körperliche Aktivität das sympathische Nervensystem aktiviert und damit antientzündliche Reaktionen hervorruft.

Das sympathische Nervensystem hilft, Puls, Blutdruck und Atemfrequenz bei Bedarf zu steigern. Sport aktiviert dieses System über eine hormonelle Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin in die Blutbahn. Die Hormone aktivieren Adrenalinrezeptoren von Immunzellen. Mit dieser Aktivierung wird die Produktion von Substanzen aus Immunzellen unterdrückt, die an Entzündungsreaktionen, etwa bei Verletzungen, beteiligt sind.


20 Minuten schnelles Gehen kann ausreichen

Entzündliche Vorgänge im Körper sind ein wichtiger Teil der normalen Immunantwort. Zu viel und chronische entzündliche Aktivität aber kann zu einer Vielzahl von Krankheiten wie Diabetes, Fibromyalgie, Zöliakie oder Arthritis, aber zum Beispiel auch chronischen Erkrankungen des Darms wie Morbus Crohn oder anderen Erkrankungen führen.

Ihre Hypothese prüften die Wissenschaftler an 47 Studienteilnehmern, die angewiesen waren, 20 Minuten auf dem Laufband zu laufen. Die Intensität war dabei der individuellen Fitness angepasst. Vor und nach dem Sport entnahmen die Forscher Blutproben.

Die körperliche Aktivität konnte entzündliche Reaktionen tatsächlich reduzieren und antientzündliche Zellaktivtäten fördern. Dabei musste der Sport nicht intensiv sein, auch moderate Bewegung wie schnelles Gehen war wirksam.

Quelle: Dr. Julia Hofmann26.01.17Zum AnfangZurück

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