Inaktive Teens haben schwache Knochen

Teenager, die sich kaum bewegen, haben schwächere Knochen als Jugendliche, die Sport treiben. Eltern sollten Kindern ein Vorbild sein, so kanadische Forscher. Sie sollten die vor Bildschirmen verbrachte Zeit begrenzen. Mit der körperlichen Belastung nimmt die Knochenstärke zu – und das gilt besonders für Kindheit und Jugend. 


Sport ist für Teenager besonders wichtig

Körperliche Aktivität und Knochenstärke hängen zusammen, denn die Belastung von Knochen fördert die Knochenbildung. Wissenschaftler konnten dies unlängst an mehr als 300 Teenagern zeigen. Sie untersuchten deren Bewegungslevel und Knochenstärke über einen Zeitraum von vier Jahren. Sie verglichen die Knochendichte von Jugendlichen, die sich Empfehlungen entsprechend 60 Minuten pro Tag mäßig bis stark sportlich betätigten und Teenagern, die weniger als 30 Minuten pro Tag Sport trieben. 

Teenager, die sich weniger bewegten und belasteten, wiesen demnach auch schwächere Knochen auf. Die Knochenstärke ist hinsichtlich der Prävention von Knochenbrüchen bedeutsam.

Den Forschern zufolge ist ein vierjähriges Zeitfenster bedeutsam, in dem sich 36 Prozent des Skeletts bilden. Bei Mädchen geschieht die im Alter zwischen zehn und 14 Jahren, bei Jungen zwischen zwölf und 16 Jahren. Für die Knochenbildung und -festigung ist körperliche Aktivität entscheidend wichtig.


Forscher: Sport von Kindern und Jugendlichen fördern

Wenn Kinder und Jugendliche die meiste Zeit sitzend verbringen, sorgt das nicht für eine Stärkung der Knochen. Laufen, Springen, Ballspielen oder anderer Sport ist für einen Aufbau von Knochensubstanz wichtig.

Die Knochenstärke ergibt sich aus der Kombination von Knochengröße, Knochendichte und Knochenaufbau. Zwar haben Jungen größere und stärkere Knochen als Mädchen, doch wirkt bei beiden Geschlechtern Sport in vergleichbarer Weise auf die Knochenstärke.

Es wäre wichtig, Bewegung und Sport von Kindern und Jugendlichen mehr zu fördern, so die Wissenschaftler. Ihre Studie veröffentlichten sie im "Journal of Bones and Mineral Research". 

Quelle: Dr. Julia Hofmann10.04.17Zum AnfangZurück

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