Grüner Tee bügelt Ernährungsfehler aus

Grüner Tee ist nicht nur aufgrund des Geschmacks eines der beliebtesten Teegetränke. Den Inhaltsstoffen des Tees werden auch gesundheitlich positive Auswirkungen nachgesagt. Forscher entdeckten, dass sie den Zuckerstoffwechsel verbessern.


Westliche Ernährung: viel Fett, viel Zucker

Grüner Tee enthält unter anderem den Stoff Epigallocatechingallat, kurz EGCG, dem Wissenschaftler nach Untersuchungen an Mäusen positive Stoffwechselwirkungen attestieren. Experimente ergaben, dass der Stoff zucker- und fettreich ernährten Mäusen hilft, erste Anzeichen einer Zuckerwechselstörung (Insulinresistenz) und damit das Risiko der Übergewichtentwicklung zu reduzieren und auch Gedächtnisstörungen verbessert. Demnach könnte die Substanz ernährungsbedingten Schäden zumindest teilweise vorbeugen. Ergebnisse ihrer Studie veröffentlichen die chinesischen Wissenschaftler im "FASEB Journal".

Die westliche Ernährung ist reich an rotem Fleisch und verarbeiteten Lebensmitteln. Ein hoher Anteil an gesättigten Fettsäuren sowie raffinierter Zucker und raffinierte Kohlenhydrate, aber wenig Obst und Gemüse, Vollkorn, Fisch und Geflügel kennzeichnen diese Art der Ernährung. Sie steht in Zusammenhang mit einer Gewichtszunahme und der Entwicklung von Übergewicht wie auch der Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus Typ 2. Der westliche Ernährungsstil ist auch mit kognitiven Schäden verbunden. 


Substanz aus grünem Tee mildert Ernährungsschäden

Die Forscher hatten drei Monate alte Mäuse sechzehn Wochen lang ungesund ernährt. Die Tiere erhielten eine fett- und zuckerhaltige Diät. Einer Gruppe der schlecht ernährten Nager wurde zusätzlich zwei Gramm EGCG pro Liter Wasser verabreicht. 

Mäuse, die außer der ungesunden Diät zusätzlich EGCG erhalten hatten, nahmen weniger Gewicht zu als Tiere, denen die Substanz aus grünem Tee nicht verabreicht worden war. Auch entwickelten Mäuse mit EGCG-Zusatz im Wasser seltener eine Insulinresistenz, die das Risiko für die Entwicklung der Zuckerkrankheit erhöht. Bei einer Insulinresistenz reagieren die Körperzellen nicht mehr empfindlich genug auf das Hormon Insulin, das für die Aufnahme von Zucker in Köperzellen wichtig ist. 

Mäuse, die die Substanz aus grünem Tee aufgenommen hatten, schnitten zudem in Gedächtnistests besser ab. Die Wissenschaftler schließen aus den Ergebnissen, dass die Substanz aus grünem Tee vor ernährungs- und stoffwechselbedingten Schäden zumindest teilweise schützen beziehungsweise Schäden mildern kann. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann18.08.17Zum AnfangZurück

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