Zucker belastet Stoffwechsel und Herz

Eine zuckerreiche Ernährung gilt nicht als gesund. Dass nur drei Monate so einer ungesunden Ernährung ausreichen, um den Fettstoffwechsel zu verändern und das Herzrisiko bei sonst Gesunden zu erhöhen, ergab eine aktuelle Studie.


Zuckerhaltige Ernährung führt zu Fettleber

Die Leber scheint mit einer zuckerreichen Ernährung anders umzugehen als mit einer zuckerarmen Ernährung. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der University of Surrey in Großbritannien im Journal "Clinical Science". Sie berichten, dass anderweitig gesunde Männer erhöhte Blutfettwerte aufwiesen, nachdem sie sich zwölf Wochen lang mit einer Diät ernährten, die viel Zucker enthielt. Ihr Stoffwechsel war offenbar Menschen ähnlich, die eine nichtalkoholische Fettleber aufweisen. Zu dieser Leberkrankheit kommt es, wenn die Leber viel Fett einlagert.

Eine zuckerreiche Ernährung könne den Fettstoffwechsel so verändern, dass dies das Risiko für Gefäßerkrankungen des Herzens wie die koronare Herzkrankheit und damit Herzinfarkt erhöht, so die Forscher.

Die nichtalkoholische Fettleber kommt häufig vor und betrifft 30 bis 40 Prozent der Erwachsenen in Großbritannien. Für Deutschland liegen die Schätzungen zur Häufigkeit etwas niedriger. Die Leberveränderung ist oftmals mit Übergewicht und Diabetes mellitus verbunden. Wenn auch meist Erwachsene betroffen sind, können auch Kinder eine Fettleber entwickeln. In Großbritannien weisen etwa zehn Prozent der Kinder und Jugendlichen eine Fettleber auf.


Fettleber kann dem Herz gefährlich werden

Die nichtalkoholische Fettleber kann das Risiko für Herzgefäßkrankheiten beziehungsweise Arteriosklerose der Herzkranzgefäße erhöhen. Dabei sind die den Herzmuskel versorgenden Gefäße verengt, da sich in der Gefäßinnenwand Ablagerungen aus Fett gebildet haben. Der Blutfluss ist gestört. Reicht die Durchblutung nicht mehr aus oder ist das Gefäß blockiert, kommt es zum Herzinfarkt.

Die Wissenschaftler warnen vor den Folgen einer zuckerreichen Ernährung und der immer häufiger bereits im Kindesalter auftretenden Fettleber.

Quelle: Dr. Julia Hofmann16.10.17Zum AnfangZurück

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