Reicht Sport am Wochenende aus?

Reicht es aus, nur am Wochenende Sport zu treiben oder ist es besser, jeden Tag ein bisschen körperlich aktiv zu sein? Britische Wissenschaftler gingen der Frage auf den Grund. Demnach ist auch Bewegung am Wochenende für die Gesundheit wertvoll.


Hilft Sport am Wochenende, Krankheiten vorzubeugen? 

Dass Bewegung gesund ist und guttut, weiß wohl jeder. Regelmäßiger Sport beeinflusst zum Beispiel Körpergewicht, Cholesterinwerte und Blutdruck positiv. Körperliche Aktive tragen ein geringeres Risiko für Herzgefäßerkrankungen, Schlaganfall, Stoffwechselstörungen und weitere Krankheiten. Mindestens zweieinhalb Stunden Bewegung mit moderater Anstrengung sollten Empfehlungen zufolge pro Woche auf dem Plan stehen. Sportliche Aktive weisen in geringeres Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Bluthochdruck und viele andere Erkrankungen auf.

Doch ist die Effektivität der wöchentlich empfohlenen zeitlichen Aufwendung für Sport möglicherweise von der Häufigkeit und Dauer der ausgeführten Bewegung abhängig? Der Klärung dieser Frage gingen Gary O'Donovan und Mitarbeiter der Loughborough University in Großbritannien nach. Sie analysierten die Daten von 63.500 über 40-jährigen Studienteilnehmern aus elf Kohortenstudien. Ergebnisse publizierte das Amerikanische Ärzteblatt.

Die Teilnehmer hatten an britischen und schottischen Gesundheitsbeobachtungen teilgenommen. Die Datensammlung erstrechte sich von 1994 bis 2008. Die Forsche nutzen für ihre Analyse Sterbedaten und ermittelten in Zusammenhang mit der sportlichen Aktivität das allgemeine Todesrisiko, das Risiko von Herzgefäßerkrankungen (koronare Herzkrankheit) sowie das Krebssrisiko.


Forscher: Hauptsache Bewegung!

Bewegung, unabhängig davon, ob am Wochenende, zu wenig, unregelmäßig oder zu selten, das allgemeine Todesrisiko senkt. Körperlich aktive Menschen wiesen gegenüber Inaktiven ein um 30 Prozent reduziertes Todesrisiko auf. 

Die Forscher schließen aus ihren Ergebnissen, dass es nicht sehr ins Gewicht fällt, wenn man "nur" am Wochenende Sport treibt oder dieser etwas unregelmäßig stattfindet. Krankheits- und Todesrisiko ließen sich mit ein- bis zwei Stunden moderater bis anstrengender Bewegung deutlich reduzieren, auch wenn sie auf das Wochenende fällt.

Quelle: Dr. Julia Hofmann20.01.17Zum AnfangZurück

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