Pflanzenprotein schützt vor frühen Wechseljahren

Essen Frauen viel Gemüse, Vollkorn, Soja und Tofu, könnte sie dies vor frühen Wechseljahren schützen und die fortpflanzungsfähige Zeit verlängern, so US-Wissenschaftler. 


Frühe Wechseljahre und Menopause erhöhen Krankheitsrisiken

Konsumieren Frauen viel Nudeln aus Dinkel, Weizen, Hafer oder Hirse, dunkles Brot und Müsli, weisen sie möglicherweise ein geringeres Risiko für frühe Wechseljahre auf, während Eiweiß aus tierischen Quellen offenbar keinen Einfluss auf die Dauer der fortpflanzungsfähigen Zeit hat, so Wissenschaftler der Universität Massachusetts. 

Wenn der Zusammenhang zwischen Ernährung und Alterung der Eierstöcke und fortpflanzungsfähiger Zeit bei Frauen besser verstanden wäre, ließe sich frühen Wechseljahren und den damit verbundenen Gesundheitsstörungen vorbeugen, so die Wissenschaftler im "American Journal of Epidemiology". 

Frühe Wechseljahre und die Zeit nach der letzten Monatsblutung (Menopause) vor einem Alter von 45 Jahren betreffen etwa zehn Prozent der Frauen. Bei ihnen ist das Risiko für Herzkreislaufkrankheiten, Osteoporose und einen frühen geistigen Abbau erhöht. In wenigen Studien wurde bislang untersucht, wie die Ernährung und die Aufnahme von Eiweiß mit dem Eintritt der letzten Monatsblutung zusammenhängt. 


Art des Eiweißkonsums beeinflusst Menopause

Die Datenanalyse von 116.000 Frauen, die zu Beginn der noch laufenden Nurses Health Study II zwischen 25 und 42 Jahre alt waren, ergibt nun Hinweise auf den Einfluss des Proteinkonsums und dem Auftreten der Menopause.

Es zeigte sich, dass Frauen, die 6,5 Prozent ihrer täglichen Kalorienzufuhr über pflanzliches Eiweiß abdeckten, ein um 16 Prozent geringeres Risiko für eine frühe Menopause aufwiesen als Frauen, die nur vier Prozent durch Protein aus Pflanzen bezogen. Für Frauen mit einem angenommenen Kalorienbedarf von 2.000 Kalorien pro Tag bedeutet das, dass sie drei oder vier Portionen ihrer Mahlzeiten aus pflanzlichen Quellen wie Müsli, Nüssen oder Tofu in einer Menge von 32,5 Gramm pro Tag zu sich nehmen sollten.

Die Forscher fordern, dass mehr Studien die Zusammenhänge untersuchen. Interessant wäre auch ein Vergleich von soja-basiertem Protein und Protein aus anderen Pflanzen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann05.07.17Zum AnfangZurück

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