Musik macht Männer attraktiv

Hören Frauen Musik, beeinflusst das die Einschätzung ihres männlichen Gegenübers positiv. Was bereits von Alkohol bekannt ist, könnte demnach auch für Musik zutreffen, glauben Forscher.


Darwin vermutete: Musik macht attraktiv

Bereits 1871 stellte sich Charles Darwin die Frage, warum Musik in allen Kulturen eine so herausragende Bedeutung hat. Er vermutete, dass Musik – ähnlich wie der Vogelgesang – einen Beitrag zur Fortpflanzung leisten könnte. Eine Studie aus Österreich stützt jetzt diese Theorie. 

Darwin hatte vermutet, dass eine sich musikalisch engagierende Person, unabhängig davon, ob sie komponiert oder selbst Musik macht, auf subtile Art anzeigt, wie gut die kognitiven und körperlichen Fähigkeiten ausgeprägt sind. Diese Fähigkeiten machen begehrenswert. Musik könnte demnach also die Attraktivität steigern.

In einer Studie der Universitäten Wien und Innsbruck gingen Wissenschaftler Darwins Theorie auf den Grund. Sie ließen Frauen und Männer die Attraktivität von Gesichtern einschätzen, nachdem sie Musik gehört hatten oder nicht. Die Attraktivität des Gesichts sei eine der wichtigsten körperlichen Merkmale, nach denen Partner ausgesucht würden, so die Wissenschaftler. Konnte Musik die Attraktivitätseinschätzung verändern?


Männer bleiben von Musik unbeeinflusst

Die Forscher vermuteten, dass aufgrund des starken sozialen Elements von Musik damit zu rechnen wäre, dass dies die Attraktivitätseinschätzung veränderte. Wenn zwei verschiedene Reize aufeinander folgen, könnte sich die Erregung durch den ersten Reiz auf den zweiten auswirken. Diese unbewussten Mechanismen könnten die Wahrnehmung und das Handeln beeinflussen.

An 96 Frauen und Männer zeigte sich, dass Frauen, die Musik hörten, männliche Gesichter als tendenziell attraktiver einschätzten und eher angaben, sie würden sich mit diesem Mann verabreden. Dies galt jedoch nicht für Männer. Bei den Frauen war das Ergebnis aber nicht etwa vom Zeitpunkt ihres menstruellen Zyklus beziehungsweise von den Hormonen abhängig. Den größten Einfluss hatte emotional stimulierende Musik.

Die Forscher planen eine größere Untersuchung, um diese Ergebnisse zu bestätigen. Die Studie erschien im Journal "PLOS ONE".

Quelle: Dr. Julia Hofmann27.09.17Zum AnfangZurück

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