Extrakt aus Zuckerrohr verbessert Schlaf

Eine Substanz aus Zuckerrohr könnte den Schlaf stressgeplagter Menschen verbessern. Der Stoff ist auch in Reisöl, Weizenkeimöl und Bienenwachs enthalten. Forscher testeten Octacosanol an Mäusen.


Mit Octacosanol vermehrter Tiefschlaf

Octacosanol ist ein antioxidativ und antientzündlich wirkender Stoff. Die Substanz wirkt gegen den Aufbau von Fettgewebe und vermindert die Verklumpung von Blutplättchen. Sie erwies sich in einer Studie auch als wirksam, um der Parkinsonkrankheit vorzubeugen. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der es zu Bewegungs- und Gleichgewichtsstörungen kommt.

Jetzt entdeckten japanische Forscher eine weitere positive Wirkung: Die Substanz könnte bei Schlafstörungen helfen, wenn diese von Stress verursacht sind. Chronische Schlafstörungen beeinträchtigen nicht nur das Wohlbefinden, sie sind mit einer Reihe von Krankheiten des Herzkreislaufsystems, Depressionen und Übergewicht verbunden. Schlafstörungen sind verbreitet und nehmen zu. Oftmals ist Stress eine Ursache. Neue und alternative Therapien von Schlafstörungen sind deshalb gefragt.

Forscher untersuchten Octacosanol an Mäusen, die Stress ausgesetzt wurden und deshalb Schlafstörungen entwickelten. Die Hälfte der Tiere erhielt 100 bis 200 Milligramm der Substanz pro Kilo Körpergewicht, die andere nicht.

Während sich Octacosanol auf Tiere ohne Stress nicht auswirkte, verbesserte der Stoff den Schlaf gestresster Mäuse. Dabei sorgten 100 bis 200 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht für vermehrten Tiefschlaf, ergaben Untersuchungen mit der Elektroenzephalographie (EEG). Zudem schliefen die Tiere schneller ein. 


Weniger Stresshormone für besseren Schlaf

Auch im Blut ließen sich positive Effekte der Substanz nachweisen. Das Stresshormon Cortisol sank ab.

Octacosanol verbessert stressbedingte Schlafstörungen, so die Forscher. Sie glauben, die natürliche Substanz könnte vielen Menschen mit Stress helfen, ohne Nebenwirkungen hervorzurufen. Ergebnisse der Untersuchung veröffentlichten sie im "Scientific Research". 

Quelle: Dr. Julia Hofmann22.09.17Zum AnfangZurück

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