Ein Ei am Tag lässt Kinder wachsen

Besonders in Ländern mit Ernährungsproblemen kommt es häufig zu einem Wachstumsrückstand von Kindern. Bekommen Babys früh ein Ei pro Tag zu essen, ließe sich dies möglicherweise vermeiden, ergab eine Studie.


Studie: Kinder aus Ecuador erhalten täglich ein Ei

Erhalten Kinder im Alter von sechs bis neun Monaten jeden Tag ein Ei, könnte dies bei der Hälfte ein vermindertes Wachstum aufgrund von Unterernährung verhindern. Weltweit ist das Wachstum von etwa einem von vier unter fünfjährigen Kindern zurückgeblieben, weil sie unterernährt sind. Besonders betroffen sind Kinder in Südasien und Afrika. 

Bereits frühere Studien hatten ergeben, dass die Einführung von Eiern in der Ernährung bei Kindern in entwickelten Ländern das Wachstum positiv beeinflusst. Ein besseres Wachstum von Kindern durch eine Ernährung mit Eiern ergab jetzt auch eine Untersuchung von Forschern der Brown School der Washington Universität in St. Louis, Missouri. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Journal "Pediatrics".

An der Studie nahmen sechs bis neun Monate alte Kinder aus Ecuador in Südamerika teil. Im Wachstum zurückgeblieben sind dort 23 Prozent der Kinder unter fünf Jahre. Etwa sechs Prozent der Kinder sind untergewichtig. Eine Gruppe der an der Studie teilnehmenden Kinder, die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden, erhielt sechs Monate lang täglich ein Ei, eine zweite Gruppe keine Eier.


Eier sind wichtige Nährstoffquelle

Kinder, die täglich mit einem Ei gefüttert wurden, waren nicht nur größer, sondern auch schwerer als Kinder der Kontrollgruppe. Die tägliche Zufuhr von Eiern konnte die Häufigkeit des Wachstumsrückstands um 47 Prozent senken. Untergewicht war um 74 Prozent reduziert, wenn Kinder jeden Tag ein Ei aßen. 

Keines der Kinder entwickelte eine Nahrungsmittelallergie auf Eier. Die Fütterung kleiner Kinder mit Eiern könnte eine einfache Maßnahme sein, um Wachstumseinschränkungen und Untergewicht wirksam zu begegnen, so die Wissenschaftler. Eier wären ein günstiges und leicht erhältliches Lebensmittel und wären ebenso eine gute Quelle wichtiger Nährstoffe für die Entwicklung und das Wachstum von Kindern. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann12.06.17Zum AnfangZurück

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