Äpfel und Weintrauben gegen Prostatakrebs

Äpfel, rote Trauben und Kurkuma haben eine Gemeinsamkeit: Sie enthalten natürliche Stoffe, die vor Prostatakrebs schützen könnten. Auch könnten bereits vorhandene Tumoren mithilfe der Wirkstoffe schrumpfen, so US-Wissenschaftler.


Prostatakrebs ist oftmals heilbar

Stefano Tiziani von der Universität Texas und seine Mitarbeiter fanden heraus, dass Substanzen aus Kurkuma, Äpfeln und roten Weintrauben Prostatakrebstumoren schrumpfen lassen können. Besonders effektiv wirkte dabei offenbar die Kombination aus allen drei Substanzen, schreiben sie im Journal "Precision Oncology".

Prostatakrebs ist die am häufigsten vorkommende Krebserkrankung bei Männern. Jährlich werden über 63.000 neue Fälle des Krebses der Vorsteherdrüse diagnostiziert, zeigen die Zahlen des Robert Koch Instituts (RKI). Im Frühstadium erkannt, ist die Chance auf eine Heilung sehr groß. Hat sich der Krebs erst ausgebreitet, schwindet die Heilungswahrscheinlichkeit.

In verschiedenen Studien wurden bereits Stoffe – meist pflanzlicher Herkunft – entdeckt, die eine vor Prostatakrebs schützende Wirksamkeit aufweisen und damit das Risiko senken zu erkranken.


Kombination aus drei Substanzen wirkt am besten

Tiziani und Kollegen untersuchten jetzt 142 natürliche Substanzen hinsichtlich ihrer Effektivität eines Schutzes vor der Krebskrankheit. Sie testeten die Auswirkungen der Stoffe auf das Wachstum an Prostatakrebszellen von Mäusen und Menschen.

Dabei identifizierten sie drei Stoffe, die am effektivsten das Wachstum der Krebszellen aufhielten. Kurkuma, die in der Apfelschale enthaltene Ursolsäure sowie Resveratrol, das in roten Trauben und Beeren vorkommt, zeigten die größte Wirksamkeit.

Die Kombination der drei Naturstoffe war dabei am wirksamsten und bewahrte bei Mäusen vor einem Wachstum der Krebstumoren. Die Stoffe hemmten die Aufnahme der Aminosäure Glutamin in die Krebszellen, die für das Wachstum der Zellen bedeutsam ist. 

Da es sich bei den Substanzen um Naturstoffe handelt, ließen sich keine toxischen Wirkungen beobachten. Allerdings waren die in der Studie verwendeten Konzentrationen der Wirkstoffe so hoch, dass sie sich allein durch die Ernährung nicht erzielen lassen. Denkbar wäre die Entwicklung von Tabletten beziehungsweise eines Nahrungsergänzungsmittels.

Quelle: Dr. Julia Hofmann27.06.17Zum AnfangZurück

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