20 Prozent aller Nahrungsmittel verschwendet

Etwa ein Fünftel der Nahrungsmittel dieser Erde dienen nicht der Ernährung von Menschen. Diese Menge geht auf das Konto von Überernährung und Verschwendung, lässt eine aktuelle Studie vermuten. Auch ineffektive Produktionsprozesse spielen eine Rolle. Viele der beobachteten Entwicklungen lassen sich schwächen oder umkehren, so Wissenschaftler.


Nahrungsmittelverschwendung hat verschiedene Ursachen

Die Weltbevölkerung konsumiert etwa zehn Prozent mehr Lebensmittel als eigentlich nötig. Etwa neun Prozent der Nahrung wird weggeworfen oder verdirbt, finden Wissenschaftler der University of Edinburgh heraus. Könnten diese Nahrungsmittel gerettet werden, würde das dabei helfen, dass jeder Mensch Zugang zu sicherer, bezahlbarer und nahrhafter Nahrung hat. Daneben ließe sich der Umweltschaden reduzieren.

Etwa die Hälfte aller geernteten Früchte werden aufgrund von Überkonsum, Verschwendung oder ineffektiven Produktionsprozessen verloren. Dabei sei die Fleisch- beziehungsweise Viehproduktion der am wenigsten effiziente Prozess. 78 Prozent der Menge gehen verloren. Zu große Mengen des Ernteguts dienten der Produktion von Fleisch und tierischen Nahrungsmitteln wie Milch und Eier.

Damit erschweren sich die Bedingungen, um Menschen dauerhaft zu ernähren. Umweltschäden führen zu einer Erhöhung von Treibhausgasen, dem Aufbrauchen der Wasservorräte und dem Verlust der Biodiversität.


Empfehlung: Weniger tierische Nahrungsmittel konsumieren!

Menschen sollten dazu angehalten werden, weniger tierische Nahrungsmittel zu essen, weniger Nahrungsmittel zu verschwenden und den eigenen Nahrungsmittelbedarf nicht zu überschreiten. Nur so ließen sich diese Trends schwächen oder gar umkehren, mahnen die Wissenschaftler im Journal "Agricultural Systems".

Bis jetzt war nicht bekannt, welchen Beitrag ein Überkonsum zur Nahrungsmittelverschwendung leistet. Eine Überernährung ist den Studienergebnissen nicht nur gesundheitlich schädlich, sondern auch für die Umwelt. Sie beeinträchtigt auch die Nahrungsmittelsicherheit auf der Erde.

Quelle: Dr. Julia Hofmann09.03.17Zum AnfangZurück

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