Welche Therapie bei Gelenk- oder Muskelschmerzen?

Für Personen mit Gelenk- oder Muskelschmerzen gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, allerdings ist nicht jede Therapie für jeden Schmerzgeplagten gleichermaßen geeignet. Hier gilt es, zwischen der klassischen Physiotherapie, der Manuellen Therapie und schließlich der Osteopathie zu unterscheiden.

Ein klassischer Physiotherapeut, dessen Tätigkeit landläufig als Krankengymnastik bezeichnet wird, verfügt über verschiedenste Behandlungsmethoden und Heilmittel, die er anwenden kann, wenn der Arzt sie dem Patienten verschreibt. Voraussetzung für sein Handeln ist also, genau wie bei der Manuellen Therapie, eine vorangegangene Diagnose durch einen Arzt und eine dementsprechende Überweisung.

Die Manuelle Therapie ist ein spezielles Teilgebiet der Physiotherapie, die in Zusatzausbildungen mit gesonderter Zusatzqualifikation erlernt werden kann. Aufgabe der Manuellen Therapie ist es, speziell mit den Händen auf den Körper des Schmerzgeplagten einzuwirken, wobei Gelenkstrukturen, Bewegungseinschränkungen nach Operationen oder sonstige Blockaden im Vordergrund stehen. Anders als bei der klassischen Physiotherapie besteht die Aufgabe hier, diese Blockaden manuell zu lösen.

Ganz anders verhält es sich bei der Osteopathie. Diese ist nämlich keine Weiterbildung des Physiotherapeuten, sondern eine ganz eigene Ausbildung. Ausgeübt wird sie von darin ausgebildeten Heilpraktikern, Physiotherapeuten oder Ärzten. Hauptaufgabe von Osteopathie ist das Aufspüren der Schmerzursache. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf dem Knochengerüst des Patienten, sondern vor allem auch auf den Leitungsbahnen im Körper, also dem Nervensystem, den Blutgefäßen, den Lymphbahnen sowie dem Bindegewebe. Durch alte Narben oder Verspannungen können sich Ungleichgewichte im Körper ausbreiten und zu Verspannungen und Schmerzen führen. Werden diese nicht rechtzeitig behoben, kann es zu manifesten Erkrankungen kommen.

Die Hauptaufgabe des Patienten ist es, einen guten Osteopathen zu finden, denn was er können muss, ist derzeit noch nicht gesetzlich geregelt. Hier hilft es, bei der Krankenkasse oder im Bekanntenkreis nachzufragen oder auf den Internetseiten der staatlich anerkannten Verbände zu suchen.

Quelle: Silke Funk22.05.18Zum AnfangZurück

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