Was tun bei eingewachsenem Zehennagel?

Meist ist der große Fußzeh betroffen, wenn sich ein eingewachsener Fußnagel in das Nagelbett schiebt und dabei Schmerzen oder eine Entzündung verursacht. In den häufigsten Fällen sind beim Unguis incarnatus, beim eingewachsenen Zehennagel, zu enges Schuhwerk oder falsches Nagelschneiden die Ursache. Doch welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Da eine zeitnahe Behandlung sinnvoll ist, kann im Vorfeld als erstes ein Fußbad sinnvoll sein: So wird das umliegende Gewebe aufgeweicht, sodass anschließende Behandlungen besser greifen.

Als nächstes kann ein eingewachsener Zehennagel mit antientzündlichen Jod-Salben behandelt werden. Zudem empfiehlt es sich, den Nagel zu tapen, um das umliegende Gewebe vom Druck des Nagels zu entlasten. Hierzu wird ein wattierter Pflasterstreifen zwischen den Nagel und den entzündeten Nagelwall geschoben. Das Pflaster wird dann so um den Zeh angebracht, dass zwichen Haut und Nagel mehr Luft ankommt. Betroffene empfinden dieses Tapen meist sofort als schmerzlindernde Maßnahme.

Eine weitere nicht-operative Behandlung wird durch den Podologen durchgeführt – die Nagelkorrekturspange. Sie kommt dann zum Einsatz, wenn der Fußnagel an den Rändern zu rund geformt ist. Die Nagelspange wird in der Nagelmitte fixiert und an den Nagelrändern befestigt. Die aus Kunststoff oder Metall bestehende Spange bleibt etwa sechs bis zwölf Monate am Zeh. Somit wird ein eingewachsener Nagel Stück um Stück wieder aus den Tiefen des Nagelbettes nach oben gezogen.

Nur wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, sollte ein eingewachsener Zehennagel operativ behandelt werden. Wer vermeiden möchte, dass der Fußnagel erneut einwächst, sollte darauf achten, die Nägel gerade zu schneiden und nicht abzurunden.

Quelle: Silke Funk29.03.18Zum AnfangZurück

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