Zu früh geboren – weniger Lebenserfolg

Frühgeborene und mit einem geringen Geburtsgewicht zur Welt gekommene Menschen haben als Erwachsene eine schlechtere Gesundheit, zeigt eine aktuelle Untersuchung. Dazu kommen weitere Nachteile, die unter dem Begriff "Lebenserfolg" zusammengefasst werden könnten. 


Gesundheitliche Probleme bei Frühgeburten sind häufig

Menschen, die zu früh oder mit einem sehr geringen Gewicht geboren wurden, tun sich als Erwachsene im Leben oftmals schwerer als jene, die zum Geburtstermin entbunden wurden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie in "JAMA Pediatrics". In den USA war 2014 eines von zehn Kindern betroffen, d. h. ihre Geburt ereignete sich vor der 37. Schwangerschaftswoche. In Deutschland sind die Zahlen vergleichbar.

Ein geringes Geburtsgewicht liegt vor, wenn Neugeborene unter 2.500 Gramm wiegen. Unter 1.500 Gramm spricht man von einem extrem geringen Geburtsgewicht. Das geringe Gewicht beeinflusst die Gesundheit des Kindes negativ. Neurologische Störungen, Hirnblutungen und Probleme mit den Atemwegen und der Verdauung kommen häufig vor. 

Wie Frühgeburtlichkeit und ein geringes Geburtsgewicht die spätere Gesundheit, Bildung, Erwebstätigkeit und den sozialen Status beeinflussen, untersuchten nun Wissenschaftler der McMaster University in Ontario, Kanada. Sie analysierten die Daten von 100 betroffenen Erwachsenen zwischen 29 und 36 Jahren und verglichen diese mit anderen Personen. 


Erwachsene haben oftmals Nachteile in Kauf zu nehmen

Insgesamt 20 Personen wiesen neurologische Probleme auf. Im Vergleich zu Menschen, die reif und mit normalem Geburtsgewicht geboren waren, gingen jene, die zu früh oder zu leicht zur Welt kamen, weniger wahrscheinlich einer Beschäftigung nach und wiesen ein geringeres Einkommen auf. Zudem waren sie häufiger alleinstehend und hatten seltener Nachwuchs. Nachweisen ließ sich auch ein geringeres Selbstbewusstsein. Früh- und Leichtgeborene litten häufiger unter chronischen Erkrankungen, darunter auch Diabetes und Herzerkrankungen. Allerdings waren sie seltener drogen- oder medikamentenabhängig. 

Nicht jeder frühgeborene und zu leicht geborene Mensch entwickelt Probleme, die auch im Erwachsenenalter zum Tragen kommen müssen, so die Forscher. Dennoch ist es wichtig, betroffenen Kindern die beste Unterstützung zuteil werden zu lassen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann02.06.16Zum AnfangZurück

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