Zeitumstellung für Frauen oftmals schwierig

Die Zeitumstellung macht besonders Frauen zu schaffen, heißt es im "Deutschen Ärzteblatt". Dies geht aus einer Umfrage der DAK unter 3.500 Personen hervor. Jeder Fünfte hatte deshalb schon einmal Beschwerden.


Zeitumstellung: Schlafstörungen, Unkonzentriertheit, Verstimmungen

Die Zeitumstellung liefert jährlich den Stoff für erneute Debatten um ihren Sinn. Mit 16 Prozent leiden Männer nur halb so häufig unter Beschwerden aufgrund des "Mini-Jetlag" infolge der Zeitumstellung als Frauen. Dies geht aus der Befragung der DAK hervor.

Beschwerden psychischer oder körperlicher Natur nach der Zeitumstellung schon einmal erlebt zu haben, gaben demnach 22 Prozent der Befragten an. Dreiviertel sprachen sich für eine Abschaffung der Zeitumstellung aus. Am 29. Oktober war es wieder soweit: Die Uhren wurden von drei Uhr auf zwei Uhr zurückgestellt und laufen seither nach der normalen Zeit, der Winterzeit.

Unter den Befragten, die unter der Zeitumstellung leiden, gaben Dreiviertel an, sich müde und schlapp zu fühlen. 60 Prozent klagten über Einschlafprobleme, mehr als ein Drittel über Konzentrationsprobleme. Zwölf Prozent machten die Zeitumstellung für depressive Verstimmungen verantwortlich. Jeder Fünfte gab an, die Zeitumstellung sei schon einmal Ursache für ein Zuspätkommen bei der Arbeit gewesen. 


Ältere Menschen leiden mehr als jüngere

Offenbar leiden aber nicht alle Altersgruppen gleich stark unter dem Verstellen der Uhr. Junge Menschen bis 29 Jahren klagen mit 15 Prozent eher seltener über Beschwerden, während die 45- bis 59-Jährigen mit 29 Prozent deutlich häufiger Beschwerden angaben. Möglicherweise ist das einem in diesem Alter weniger flexiblen Arbeitsalltag geschuldet, in dem Arbeit und Kinder oftmals die Zeiten bestimmen, vermutet die DAK. Jüngere Menschen können ihren Tag oftmals freier einteilen und sich der veränderten Zeit deshalb möglicherweise besser anpassen.

Immer wieder sind die gesundheitlichen Störungen und Schäden durch die Zeitumstellung Thema von Diskussionen. Experten vermuten, dass insbesondere die Zeitumstellung zur Sommerzeit im Frühjahr den Schlaf negativ beeinflusst. Schlafstörungen sind ohnehin zunehmend verbreitet und die Zeitumstellung könnten diese verschlimmern. Schlafstörungen gelten als Ursache für eine Vielzahl von Erkrankungen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann30.10.17Zum AnfangZurück

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