Yoga lindert Arthrosebeschwerden

Yoga kann Arthrosebschwerden lindern und wirkt auch positiv auf die Stimmung, ergab eine Studie an Patienten mit Kniearthrose und rheumatoider Arthritis. Viele Patienten mit Arthrose profitieren von sanftem Yoga, so Wissenschaftler.

 

Yoga ist bei Arthrose wirksam und sicher, fanden US-Forscher heraus. In ihrer Untersuchung hatten Yogastunden über acht Wochen lang das körperliche und psychische Wohlbefinden von Patienten mit zwei häufig vorkommenden Arthroseformen verbessert, heißt es im "Journal of Rheumatology".

 

 

Arthrose beeinträchtigt körperliche Aktivität und Psyche

 

Einer von zehn US-Bürgern praktiziert Yoga. Entsprechend ist das Interesse am Nutzen der komplementären Therapie für Gesundheit und Fitness. "Yoga ist speziell für Menschen mit Arthrose geeignet", so Susan Bartlett der Johns Hopkins und Mac Gill Universität, "Yoga kombiniert körperliche Aktivität mit einem wirksamen Stressmanagement und Entspannungstechniken". Zudem sei der Umgang mit körperlichen Grenzen bei Yoga möglich, die von Tag zu Tag schwanken können.

 

Arthrose ist eine häufige Erkrankung. In den USA sind einer von fünf Erwachsenen betroffen. Die meisten sind noch keine 65 Jahre alt. Die Gelenkveränderungen im Rahmen der Arthrose sind Ursache von Immobilität, beeinträchtigen oftmals die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden. Symptome wie Schmerzen und Steifheit sind mit dafür verantwortlich, dass Arthritis-Patienten allgemeinen Bewegungsempfehlungen oftmals nicht nachkommen.

 

 

Sanfter Einstieg und individuelle Ausrichtung machen Yoga sicher

 

Insgesamt 75 Patienten mit Kniearthrose oder rheumatoider Arthritis nahmen an der Studie teil. Eine Gruppe erhielt zweimal pro Woche Yogastunden plus eine zusätzliche Stunde, in der die Patienten zuhause Yoga praktizieren sollten. Eine weitere Gruppe erhielt kein Yoga und wurde nur auf eine Warteliste gesetzt. Medikamentöse Behandlungen der Patienten wurden fortgeführt.

 

Patienten, die Yoga machten, wiesen um 20 Prozent verminderte Schmerzen auf. Sie hatten mehr Energie, eine bessere Stimmung und verbesserte körperliche Funktionen. Aufgaben zuhause und außer Haus konnten besser durchgeführt werden und auch die Gehgeschwindigkeit nahm leicht zu. Die beobachteten Verbesserungen waren auch noch neun Monate später nachweisbar.

 

Yoga könne man individuell an Patienten und speziellen Beschwerden ausrichten, so die Forscher. Ein sanfter Einstieg und die Orientierung an möglicherweise schwankenden Beschwerden und Möglichkeiten wären wichtig.

Quelle: Dr. Julia Hofmann22.09.15Zum AnfangZurück

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