Yoga bessert Depressionen

Regelmäßiges Yoga kommt Körper und Geist zugute, ergaben bereits viele Untersuchungen. Profitieren können auch Menschen mit Depressionen, ergab eine neue Studie. Sie sollten Yoga mit tiefen Atemtechniken verbinden.


Zweimal pro Woche Yoga hebt die Stimmung

Zweimal wöchentliches Yoga könnte depressive Beschwerden lindern, ergab eine Studie, die im "Journal of Alternative and Complementary Medicine" veröffentlicht wurde. Dies ist ein weiterer Hinweis darauf, dass Yoga eine wirksame Alternative zur medikamentösen Behandlung von Depressionen sein kann beziehungsweise Arzneimitteltherapie sinnvoll ergänzt.

Depressionen sind in der Bevölkerung verbreitet und nehmen oftmals einen chronischen Verlauf. Bei 40 Prozent der Patienten mit Depressionen, die Antidepressiva einnehmen, ist keine vollständige Erholung erreichbar. In der aktuellen Studie wurden depressive Patienten in verschiedene Yoga-Gruppen eingeteilt. In der ersten Gruppe erhielten die Patienten am meisten Yoga: Pro Woche drei Sitzungen à 90 Minuten Yoga mit zusätzlichen Heimübungen. Die zweite Gruppe nahm an nur zwei wöchenlichen Yogasitzungen teil und war angehalten, zuhause zu üben. 


Vorteil von Yoga: Keine Neben- oder Wechselwirkungen

Bei dem in der Studie angewendeten Iyengar-Yoga stehen Yogahaltungen und Atemtechniken zur Anwendung, die auf einer feinstofflichen Ebene wirken sollen.

Beide Gruppen von Patienten profitierten von Yoga und ihre depressiven Beschwerden nahmen ab. Intensives Yoga erreichte zwar etwas mehr Patienten, aber auch der Nutzen des zweimal wöchentlichen Programms war hoch. Die Forscher erachten regelmäßiges, zweimal wöchentliches Yoga plus Heimübungen als ausreichend und weniger belastend, um depressive Beschwerden zu bessern.

Die Studie zeige die Wirksamkeit von Yoga plus Atemübungen bei Depressionen von Patienten, die nicht medikamentös behandelt werden oder die trotz stabiler medikamentöser Einstellung zu wenig Linderung ihrer Beschwerden erfahren. Vorteil von Yoga gegenüber antidepressiv wirkenden Medikamenten sind fehlende Nebenwirkungen und Interaktionen mit anderen Medikamenten.

Quelle: Dr. Julia Hofmann20.03.17Zum AnfangZurück

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