Wieder Schule: Kopfschmerzen nehmen zu

Mit Beginn des neuen Schuljahres nehmen Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen zu, so US-Kinderärzte. Mit der Schule einhergehende Veränderungen wie Stress, Gewohnheiten und Schlaf kommt es häufiger zu Kopfschmerzen.

 

 

Spannungskopfschmerzen und Migräne bei Kindern und Jugendlichen

 

Für Eltern ist es oft schwer zu unterscheiden, ob das Kind die Sommerferien verlängern möchte oder tatsächlich bereits zu Beginn des Schuljahres vermehrt unter Kopfschmerzen leidet. Tatsächlich kommen Kopfschmerzen aber während der Schulzeit häufiger vor. Eine Menge Faktoren können dabei eine Rolle spielen: Neben Stress spielen beispielsweise auch Schlafenszeiten, Flüssigkeitszufuhr und die am Bildschirm verbrachte Zeit eine Rolle, so US-Forscher. Sie verglichen Behandlungen wegen Kopfschmerzen bei Kindern in Notfallabteilungen und fanden saisonale Schwankungen während des Jahres.

 

Demnach nahmen im Herbst mit dem Schulbeginn Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen zu. Besonders kamen Kopfschmerzen bei kleineren Jungen vor, die sich häufiger mit der Reifung bessern. Bei Mädchen entwickelt sich häufiger in der Pubertät eine Migräne, die auch im Erwachsenenalter anhält.

 

Die Ärzte beobachten vor allem zwei Arten von Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen: Spannungskopfschmerzen und Migräne. Während Migräne sehr viel stärkere Schmerzen verursacht als Spannungskopfschmerzen, tritt sie bei Kindern seltener auf. Sie geht meist mit Übelkeit, Erbrechen, Lichtscheuheit, Geräusch- und Geruchsempfindlichkeit einher. Spannungskopfschmerzen sind oftmals weniger stark und es besteht ein Druckgefühl im Kopf. Kinder können aber meist ihren alltäglichen Aktivitäten nachgehen, was bei Migräne nicht der Fall ist.

 

 

Wann zum Arzt?

 

Besonders wichtig für betroffene Kinder und Jugendliche sind regelmäßige Tagesroutinen mit regelmäßigen Mahlzeiten, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und geregelten Schlafenszeiten, so die Forscher. Auch eine Reduktion von Stress, Entspannungszeiten und begrenzte Bildschirmzeiten sind bedeutsam, um Kopfschmerzen zu reduzieren. Natürlich stehen auch für Kinder und Jugendliche Schmerzmedikamente zu Verfügung.

 

Untersuchen sollte man unbedingt plötzlich auftretende starke Kopfschmerzen, Veränderungen in Art bereits bekannter Kopfschmerzen und auch das erstmalige Auftreten starker Kopfschmerzen. Wenn die Kopfschmerzen die täglichen Verrichtungen beeinträchtigen oder unmöglich machen, ist es ebenfalls Zeit für einen Arztbesuch. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann27.08.15Zum AnfangZurück

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