Wer weniger hört, verlernt zu verstehen

Wer schlecht hört, dem ist nicht einfach die Lautstärke zu gering. Schon leichte Hörminderungen führen zu Problemen beim Sprachverständnis. Darauf weist die Bundesinnung der Hörgeräteakustiker (biha) hin. Das eingeschränkte Hören hoher Frequenzen wie Vogelzwitschern führt automatisch zum Verlust des Hörens bestimmter Buchstaben hoher Frequenz.

 

 

Wer dauerhaft nicht gut hört, kann auch nicht mehr gut verstehen

 

Wird aus "Eis" ein gehörtes "Ei", liegt es möglicherweise an einem leichten Hörverlust vor allem hoher Frequenzen. Das Hirn ergänzt fehlende Buchstaben je nach Kontext gegebenenfalls zu einem sinnvollen Wort. Was macht das Gehirn aber mit einem gehörten "-ose"? "Rose", "Dose" oder "Hose" wären Möglichkeiten. Doch je länger eine verminderte Hörleistung besteht, desto eher verlernen Betroffene, die fehlenden Sprachlaute zu ergänzen. Das Hörverstehen nimmt ab.

 

Bei beginnendem Hörverlust werden zunächst meist Konsonanten nicht mehr gehört, es folgen Vokale. Können Betroffene unvollständig gehörte Worte nicht mehr sinnvoll ergänzen, wird die Teilnahme am Sozialleben schwierig. Hörminderungen führen oftmals zu sozialer Isolation und Einsamkeit.

 

Hörminderungen treten in allen Altersklassen auf. Ärzte und Hörakustiker können die Hörminderung feststellen. Individuell angepasste Hörhilfen und -systeme ermöglichen wieder das Verstehen und damit die Teilnahme am sozialen Leben.

Quelle: Dr. Julia Hofmann21.04.15Zum AnfangZurück

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