Wer mehr liest, lebt länger

Lesen ist gesund, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Demnach kann regelmäßiges Lesen die Lebensdauer um bis zu zwei Jahre verlängern. Je mehr gelesen wird, desto besser, meinen die Studienautoren.


Repräsentative US-Studie an Bürgern über 50 Jahre

E-Reader sind beliebt, doch viele Leser schwören weiterhin auf herkömmliche Buchformate. Dass das Lesen von Büchern nicht nur ein schöner Zeitvertreib ist, sondern auch mit gesundheitlichen Vorteilen verbunden ist, ergab erst kürzlich eine Studie. Demnach ist das Lesen von Romanen und Belletristik mit der Entwicklung einer größeren Empathie verbunden.

Epidemiologen der Yale University School of Public Health fanden jetzt heraus, dass sich Leser möglicherweise sogar über ein längeres Leben freuen dürfen. Ergebnisse der Studie veröffentlichten sie im Journal "Social Science and Medicine".

Die Wissenschaftler hatten die Daten von mehr als 3.600 Frauen und Männern untersucht. Diese hatten an der "Health and Retirement-Study" teilgenommen, einer nationalen repräsentativen Studie mit amerikanischen Erwachsenen über 50 Jahre. Alle Teilnehmer hatten zu Beginn der Untersuchung über ihr Leseverhalten berichtet und wurden anschließend durchschnittlich zwölf Jahre lang beobachtet. Während dieser Zeit dokumentierten die Forscher das Überleben.


Forscher: Leser könnten geistig fitter sein

Personen, die bis zu 3,5 Stunden in der Woche lasen, starben während der zwölf Jahre der Nachbeobachtungszeit um 17 Prozent weniger wahrscheinlich als Lesemuffel. Wer mehr als 3,5 Stunden pro Woche mit Lesen verbrachte, wies sogar eine um 23 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit auf zu sterben.

Unter den Lesern in dieser Studie befanden sich mehr Frauen, Personen mit Collegebildung und höherem Einkommen. Auch das Lesen von Magazinen und Zeitungen wirkte den Studienautoren zufolge lebensverlängernd, allerdings nicht in gleichem Ausmaß wie das Bücherlesen.

Eine beweisende Erklärung für den gefundenen Zusammenhang haben die Forscher nicht. Sie vermuten aber, dass die Ursache in der geistigen Fitness zu suchen ist. Studien zeigten bereits, dass Lesen die Verbindung und Vernetzung von Hirnzellen fördert.

Quelle: Dr. Julia Hofmann19.08.16Zum AnfangZurück

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