Wer körperlich aktiv ist, altert langsamer

Als einer der besten Jungbrunnen erweist sich offensichtlich Sport und körperliche Aktivität, denn sportliche ältere Menschen haben oftmals Körperfunktionen, die man eher einem jüngeren Alter zuschreiben würde. Altern macht also nicht automatisch gebrechlich und die Lebensjahre sagen kaum etwa über die Leistungsfähigkeit aus.

 

 

Studie: Radeln fürs Labor

 

Aktiv zu bleiben ermöglicht ein optimales Altern, zeigt eine Untersuchung aus Großbritannien, die im "Journal of Physiology" veröffentlicht wurde. Untersucht wurden 84 männliche und weibliche Radfahrliebhaber, die zwischen 55 und 79 Jahre alt waren. Bedingungen für die Aufnahme in die Studie war, dass die Teilnehmer in der Lage waren, 100 Kilometer in weniger als 6,5 Stunden bzw. 60 Kilometer in 5,5 Stunden zu radeln. Zum Ausschluss führten ein Raucherstatus, Alkoholmissbrauch, ein erhöhter Blutdruck oder andere Gesundheitsstörungen.

 

 

In zweitätigen Laboruntersuchungen legten die Forscher ein physiologisches Profil an, das Messungen verschiedener Funktionen des Herzkreislaufsystems und der Atmung, Funktionen des Stoffwechsels und der Hormone sowie die geistige Funktion erfasste. Auch Knochenfestigkeit, Knochengesundheit und Wohlbefinden wurden untersucht. Reflexe, Muskelkraft und Sauerstoffaufnahme während der körperlichen Belastung sowie maximale Fahrkraft waren weitere Messungen.

 

 

Altern ist individuell und nicht an den Lebensjahren ablesbar

 

Es zeigte sich, dass sich bei den Teilnehmern die Alterung deutlich unterschied. Menschen ganz unterschiedlichen Alters konnten ähnliche Funktionswerte wie etwa der Muskelkraft, Lungenfunktion oder anderer Werte aufweisen. Die maximale Sauerstoffaufnahme war am engsten mit dem Alter verbunden, aber auch damit ließ sich das wahre Alter nicht sicher bestimmen.

 

Demnach ist Altern ein ganz individuelles Phänomen. In Modellen zur Alterung wird Altern oftmals als Lebenspanne begriffen, doch scheint dies beim Menschen weniger entscheidend zu sein als die Schädigung der Gesundheit, so die Forscher.

Quelle: Dr. Julia Hofmann15.01.15Zum AnfangZurück

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