Wenige Eizellen - erhöhtes Herzrisiko

Das Risiko von Erkrankungen des Herzens ist bei Frauen erhöht, die weniger Eizellen haben. Ein Hinweis darauf ist das Alter des Eintretens der Wechseljahre und des Klimakteriums. Frauen, die bereits vor dem Alter von 45 Jahren keine Blutung mehr haben und sich in der Menopause befinden, weisen ein doppelt so hohes Herzrisiko auf.

 

Menopause erhöht Risiko für Herzkrankheiten

Das Ausbleiben der monatlichen Blutung, die Menopause, steht mit verschiedenen Faktoren in Zusammenhang, die auch das Risiko für Herzerkrankungen beeinflussen. Diese Faktoren sind Stoffwechselveränderungen wie Erhöhungen des Cholesterins, Körperfettumverteilung und Erhöhung des Blutdrucks. Darüberhinaus verfügen Frauen nach den Wechseljahren über weniger Östrogene, weibliche Geschlechtshormone. Diese halten Gewebe und Gefäße elastisch.

 

Dass zwischen der Menge an Eizellen und dem Herzrisiko ein Zusammenhang besteht, zeigten Forscher der Universität von Kalifornien. Sie untersuchten Blutproben von 1.100 Frauen zwischen 25 und 45 Jahren. Ein Hormon, das sogenannte Anti-Müller-Hormon, liefert Hinweise auf die Menge der Eizellen im Eierstock. Zusätzlich zählten sie die Eibläschen mithilfe einer Ultraschalluntersuchung.

Darüberhinaus bestimmten die Wissenschaftler das biologische Alter der Frauen, indem sie die Länge der Telomere von weißen Blutzellen maßen. Telomere sind die Enden von Chromosomen, der Erbsubstanz in Körperzellen. Mit zunehmendem Alter verkürzen sich die Telomere.

 

Score ermöglicht Abschätzen des Herzrisikos

Untersuchungen nach drei bis fünf Jahren ließen auf Basis von Cholesterin- und Blutdruckwerten sowie des Körpergewichts einen Score berechnen, der über das Herzrisiko Auskunft gibt.  

Frauen mit weniger Eizellen hatten einen höheren Risiko-Score. Auch waren ihre Telomere als Ausdruck der Zellalterung kürzer. Frühere Studien zeigten bereits, dass kürzere Telomere mit Erkrankungen des Herzens, Krebs, Demenz und einer geringeren Lebenserwartung in Verbindung stehen.  

 

Die Forscher vermuten, dass Eierstöcke empfindlich auf Alterungsprozesse reagieren. Die Eierstockfunktion kann frühzeitig Hinweise auf Herzrisiko liefern.

Quelle: Dr. Julia Hofmann04.11.14Zum AnfangZurück

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