Guter Schlaf macht glücklich

Schlechter Schlaf und Schlafstörungen schlagen nicht nur auf das Gemüt, sondern sind Ursache verschiedener Erkrankungen. Eine Studie zeigt die Bedeutung des Schlafes für Glücksgefühle und Wohlbefinden.


Guter Schlaf für einen gesunden Körper und Geist

Die Auswirkungen eines guten Nachtschlafs auf die Stimmung vergleichen britische Wissenschaftler mit denen eines Lotteriegewinns. Guter Schlaf hebt demnach die Stimmung und macht glücklich.

In der Bevölkerung sind Schlafstörungen verbreitet. Kaum ein Erwachsener hat nicht zumindest bereits phasenweise damit Erfahrung gemacht. Die Centers for Disease Control and Prevention schätzen, dass mehr als ein Drittel der erwachsenen US-Bevölkerung nicht genug Schlaf erhalten. Gestörter Schlaf und Schlafmangel sind Ursache von Unkonzentriertheit und Müdigkeit am Tag, was schwere Konsequenzen nach sich ziehen kann. Auch die Gesundheit leidet: Unzureichender Schlaf steht mit chronischen Krankheiten wie Diabetes, Übergewicht und Krebs sowie einem vorzeitigen Todesrisiko in Verbindung.

Daneben spielt der Schlaf für das mentale Befinden eine Rolle. Schlafmangel macht unglücklich, reduziert die Produktivität und die Lebensqualität und kann sogar in Depressionen münden.

Die Bedeutung des Schlafs für die öffentliche Gesundheit wird anhand einer im Fachjournal "Sleep" veröffentlichten Studie von Psychologen um Nicole Tang der Warwick University deutlich. 


Schlaf beeinflusst Glücksempfinden

Die Wissenschaftler hatten die Schlafmuster von mehr als 30.000 über 16 Jahre alten Briten über einen Zeitraum von vier Jahren untersucht. Sie erfassten die Menge des Schlafs, die Schlafqualität und den Einsatz von Schlafmitteln.

Die Datenanalyse offenbarte, dass Schlafmangel und eine schlechte Schlafqualität sowohl Erkrankungen hervorrufen als auch das mentale Befinden verschlechtern können. Auch der Einsatz von Schlafmitteln hatte negative Auswirkungen.

Eine Verbesserung des Schlafs und ein verminderter Einsatz von Schlafmitteln verbesserte die allgemeine Gesundheit einschließlich dem psychischen Wohlbefinden im gleichen Ausmaß wie eine achtwöchige achtsamkeitsbasierte kognitive Psychotherapie. Das verbesserte Befinden war den Forschern zufolge auch mit dem Glückempfinden vergleichbar, das Menschen nach einem Lotteriegewinn angeben.

Quelle: Dr. Julia Hofmann31.03.17Zum AnfangZurück

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