Wellness-Drinks lieber selbst herstellen

Getränke, die mit Pflanzenstoffen zum Beispiel aus Ginseng, Grüntee oder Holunder angereichert sind, ersetzen keine ausgewogene Ernährung. Sie lindern auch keine gesundheitlichen Probleme. «Wer etwas für seine Gesundheit tun möchte, beruhigt sein Gewissen besser nicht mit Wellness-Drinks», rät Andrea Pütz, Autorin und Mitglied im Verband der Oecotrophologen (VDOE). Es lohne sich, Zutaten wie Melisse oder Ingwer frisch zu kaufen und selber Getränke mit purem Mineralwasser zu mixen oder einen Tee damit aufzubrühen. Auch die traditionelle Saftschorle bringe mit ein bis zwei Gläsern pro Tag eine gesunde Abwechslung.

Diese selbst zubereiteten Getränke sparen Pütz zufolge außerdem Geld. «Die Anteile der beworbenen Pflanzenstoffe sind häufig nur minimal in fertigen Getränken - manchmal sogar nur als Aroma – enthalten, sie bringen somit keinerlei Zusatznutzen», erklärt die Ökotrophologin. Verbraucher sollten also genau abwägen, ob sie den Werbeaussagen von sogenanntem Functional Food trauen können. Diese versprechen etwa vitalisierende oder beruhigende Wirkung. Da dieser gesundheitliche Zusatznutzen meist ausbleibt, sei dies als irreführend zu bewerten.

Für Pflanzenstoffe existiert noch keine endgültige rechtliche Bewertung der produktbezogenen Werbeaussagen. Darauf weist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hin. Aussagen über gesundheitsfördernde Effekte von Pflanzenstoffen müssen somit bislang nicht vom Hersteller wissenschaftlich belegt werden. Pütz weist außerdem darauf hin, dass eine unkontrolliert hohe Zufuhr an Getränken zum Beispiel mit Ginkgo, Ginseng oder Johanniskraut zu unerwünschten und möglicherweise sogar gefährlichen Wechselwirkungen mit Medikamenten führen kann.

Quelle: dpa31.01.14Zum AnfangZurück

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