Wechseljahre: Sport bessert Hitzewallungen

Vielen Frauen machen Hitzewallungen in den Wechseljahren zu schaffen. Dagegen könnte regemäßiger Sport helfen. Wichtig ist, dass dieser tatsächlich auch die Fitness steigert.

 

 

Hitzewallungen in Verbindung mit anderen gesundheitlichen Problemen

 

Hitzewallungen gehören wohl zu den häufigsten Beschwerden von Frauen in und nach den Wechseljahren. Die Frauen leiden oftmals mehrfach am Tag oder auch in der Nacht unter intensiv empfundener Hitze, Hautrötung aufgrund einer erhöhten Durchblutung, Schwitzen und einer reduzierten Durchblutung des Gehirns. Bei einer zwei- bis dreiminütigen Hitzewallung lassen sich eine Erweiterung der Hautgefäße und eine Durchblutungssteigerung um 80 Prozent feststellen. Das Schwitzen kann bis zu fünfmal stärker als üblicherweise ausfallen. Diese Veränderungen sind mit Anstrengungen im Rahmen einer sportlichen Aktivität wie beispielsweise 30 minütigem Fahrradfahren moderater Intensität vergleichbar. Dabei steigt die Körperkerntemperatur um 0,4 bis 0,6 Grad Celsius.

 

Was genau die Hitzewallungen auslöst, ist bislang nicht sicher geklärt. Man weiß jedoch, dass Hitzewallungen mit erhöhten Blutfettwerten und einer Störung der Wirksamkeit des Hormons Insulin (Insulinresistenz) verbunden sind. Insulin ist für den Zuckerstoffwechsel bedeutsam. Erhöhte Blutfettwerte und Insulinresistenz gelten als Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen.

 

 

Geringere Hitzewallungen mit Sport

 

Eine im "The Journal of Physiology" veröffentlichte Untersuchung kommt jetzt zu dem Schluss, dass Sport Hitzewallungen, die im Zusammenhang mit dem hormonellen Umschwung der Frau stehen, lindern kann. In der eher kleinen, zugrundeliegenden Studie hatten 14 Frauen 16 Wochen ein auf Gymnastik basiertes Bewegungsprogramm erhalten und waren mit Frauen, die keinen Sport trieben, verglichen worden.

 

Am Ende der Studie wiesen Frauen, die sich regelmäßig bewegt hatten, zwar immer noch Hitzewallungen auf, jedoch schwitzten sie dabei viel weniger. Auch die übermäßige Hautdurchblutung war reduziert. Zwar blieb die Durchblutung des Gehirns reduziert und die Herzfrequenz nahm während der Hitzewallungen zu, doch zeigte sich dabei ein geringerer Druck im arteriellen Gefäßsystem. Bei Frauen ohne sportliche Betätigung ließen sich keine Veränderungen feststellen. Möglicherweise ist Sport geeignet, die physiologischen Reaktionen während der Hitzewallungen zu verbessern. Angenehmer Nebeneffekt: Wer regemäßig Sport treibt, ist fitter!

Quelle: Dr. Julia Hofmann29.12.15Zum AnfangZurück

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