Was tun gegen Frühjahrsmüdigkeit?

Mit dem Wechsel von Winter- zu Sommerzeit in der Nacht vom 29. auf den 30. März kommt oft auch die Frühjahrsmüdigkeit. Weil der Wecker eine Stunde früher klingelt, wird das Aufstehen für viele Menschen zur Qual. Gegen die Schlappheit helfen ein paar einfache Tricks.

Die Zeitumstellung in der Nacht vom 29. auf den 30. März lässt bei vielen Menschen die Augenringe größer und die Lust auf Arbeit kleiner werden. Wer von Müdigkeit geplagt ist, sollte einen kurzen Mittagsschlaf machen - mit einem Schlüsselbund in der Hand. «Man nimmt ihn vorher in die Hand. Wenn er runterfällt, war es genügend Schlaf», erklärt Hans-Günter Weeß vom Interdisziplinären Schlafzentrum am Pfalzklinikum in Klingenmünster (Rheinland-Pfalz). Besonders erfrischend sind nämlich Nickerchen von fünf bis zehn Minuten.

Das Problem: Niemand weiß, wie viel Zeit bis zum Einschlafen vergeht. Ein Wecker hilft also nicht weiter - wohl aber der Schlüsselbund. Wenn die Muskelspannung nachlässt, hat der Körper das Schlafstadium N2 erreicht und ist wieder erfrischt. Vom Scheppern des dann losgelassenen Schlüssels wird man wach. «Wer länger schläft, kommt in den Traumschlaf rein. Der kann uns lust- und antriebslos machen», sagt Weeß. Der sogenannte «Powernap» sei auch am Schreibtisch auf einem Bürostuhl möglich.

Wer noch andere Mittel gegen die Müdigkeit sucht, sollte am Morgen sein Herz-Kreislauf-System in Schwung bringen: «Da gehören der Frühsport wie Kniebeugen dazu, aber auch Wechselduschen oder eine Bürstenmassage», sagt Weeß. Wer optimal aufwachen will, kann sich außerdem einen Lichtwecker anschaffen. «Der Wecker macht sonnenlichtähnliches Licht im Zimmer. Darauf reagiert unser Auge, die Produktion des Hormons Melatonin wird unterdrückt», erklärt der Schlafforscher. «Davon werden wir rascher wach und gewöhnen uns schneller an den neuen Schlaf-Wach-Rhythmus.»

Von anderen Mitteln gegen den Mini-Jetlag rät Weeß dagegen ab: «Keine Suchtgifte, kein Koffein in gesteigerter Form.» Das habe zwar erst einmal eine stimulierende Wirkung. «Aber wenn die Dosis höher als üblich ausfällt, kommt danach ein Tief», warnt er.

Quelle: dpa01.04.14Zum AnfangZurück

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