Waage schlägt Frauen auf die Psyche

Bei Übergewicht oder Fettleibigkeit könnte man das Wiegen als eine sinnvolle Maßnahme der Gewichtskontrolle betrachten. Den Fokus auf das Gewicht zu legen, schadet aber offenbar manchem Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Besonders bei Frauen sind psychische Auswirkungen möglich.

 

 

Was bedeutet Gewichtskontrolle per Waage für junge Menschen?

 

Wer auf sein Körpergewicht achtet, ist sich möglicherweise bestehender Probleme damit bewusst und regelmäßiges Wiegen kann Auskunft über den Erfolg gewichtsreduzierender Maßnahmen liefern. Für Teenager und junge Erwachsene kann regelmäßiges Wiegen aber negative Auswirkungen haben, so Charly R. Pacanowski und Mitarbeiter der Universität von Minnesota. Wie aber kann gewichtskontrollierendes Verhalten ein Problem werden?

 

Ärzte vermuteten schon länger, dass die Fokussierung junger Menschen auf das Körpergewicht schädlich ist, da das Thema allgemeine Gesundheit oftmals außer Acht bleibt. Um zu prüfen, welche Auswirkungen die Körpergewichtskontrolle per Waage auf junge Leute hat, erfassten die Wissenschaftler im Rahmen einer Langzeituntersuchung das Wiegeverhalten von 2.000 jungen Erwachsenen. 57 Prozent der Studienteilnehmer waren Frauen. Die über zehnjährige Untersuchung war Bestandteil des Projektes "EAT" (Eating and Activity in Teens and Young Adults).

 

 

Wiegen kann junge Frauen unglücklich machen

 

Erfasst wurden Daten zur Häufigkeit des Nutzens einer Körperwaage, Körpergewicht sowie psychologische Aspekte und Ergebnisse im Verhalten. So ließen sich Zusammenhänge zwischen einzelnen Messdaten herstellen.

 

Die Ergebnisse der Analyse zeigten, dass besonders Frauen, bei denen im Studienzeitraum ein Anstieg der Gewichtskontrolle mit der Waage zu verzeichnen war, wahrscheinlicher zunehmend Bedenken wegen ihres Körpergewichtes und depressive Symptome entwickelten. Die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper und das Selbstbewusstsein nahmen dagegen ab.

 

Die könnte bei jungen Menschen und besonders Frauen möglicherweise auch zu Folgeproblemen wie Essstörungen führen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann16.11.15Zum AnfangZurück

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