Vorhofflimmern des Herzen mit Atemstörungen verbunden

Patienten mit Vorhofflimmern und Vorhofflattern des Herzens leiden zusätzlich oft unter Atemstörungen verschiedener Art beim Schlafen. Nach Behandlung des Herzens, bessert sich häufig auch die Atemstörung, zeigt eine Untersuchung der Ruhr-Universität Bochum. Ursachen und Bedeutung des gemeinsamen Auftretens beider Störungen sind nicht sicher geklärt.

 

Vorhofflimmern und -flattern als Gesundheitsrisiko

Bei Vorhofflimmern oder -flattern schlägt der Vorhof des Herzens vorübergehend oder permanent zu schnell, sodass die Pumpleistung des Herzens beeinträchtigt ist. Diese Art der Herzrhythmusstörung ist die am häufigsten vorkommende Herzrhythmusstörung.

Bei der Ekrankung kann nicht nur die Leistungsfähigkeit eingeschränkt sein, sondern die Rhythmusstörung kann sich auch auf die Herzkammern ausdehnen. Zudem können sich in den Vorhofen aufgrund der ineffktiven Pumpleistung Blutgerinnsel bilden, die anschließend in das Gehirn fortgespült werden, sodass die Gefahr eines Schlaganfalls besteht.

 

Schlafstörung und Herzkrankheit verbunden

Es mehren sich die Hinweise, dass schlafbezogene Atemstörungen Herzerkrankungen ungünstig beeinflussen. In der zugrundeliegenden Studie wurden 138 Patienten mit Vorhofflimmern oder -flattern auf schlafbezogene Atemstörungen hin untersucht. Über 95 Prozent wiesen Atemstörungen auf. Die Untersuchungsteilnehmer erhielten dann eine Behandlung der Herzrhythmusstörung durch eine Rhythmisierung des Vorhofschlages (Kardioversion).

 

Untersuchungen der Atemstörung direkt nach der Herztherapie zeigten, dass sie signifikant reduziert waren. Allerdings war dieser Effekt nicht langfristig. Bereits nach vier Wochen kamen Atemstörungen wieder ähnlich häufig vor wie vor der Herzbehandlung, obwohl es zu keinem erneuten Herzflimmern oder -flattern kam. Lediglich die Art der diagnostizierten Atemstörung hatte sich verändert.

Die Ergebnisse werfen die Frage auf, ob sich eine Behandlung der Schlafstörung positiv auf die Herzerkrankung auswirkt. Dies ist in weiteren Untersuchungen zu klären.

Quelle: Dr. Julia Hofmann15.09.14Zum AnfangZurück

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: