Unfruchtbarkeit warnt vor Gesundheitsproblemen

Bei männlicher Unfruchtbarkeit ist nicht nur das Zeugen der Nachkommen gefährdet. Offenbar findet sich auch ein Zusammenhang mit anderen Gesundheitsstörungen wie Bluthochdruck und Herzproblemen, ergab eine Studie der Stanford University. Demnach sollten Untersuchungen und Therapien nicht nur auf die Unfruchtbarkeit abzielen, sondern auch die allgemeine Gesundheit berücksichtigen.

 

 

Zusätzliche Gesundheitsprobleme bei 44 Prozent

 

In einer US-Studie analysierten Urologen Daten von mehr als 9.000 Männern, die unter Unfruchtbarkeit litten. Die Männer waren zwischen 30 und 50 Jahre alt und hatten sich deshalb zwischen 1994 und 2011 in Behandlung begeben. Abgegebene Samenproben zeigten, dass die Hälfte der Männer abnormalen Samen aufwiesen. Bei den anderen musste die Ursache demnach eine andere sein. Da auch Daten zum allgemeinen Gesundheitsstatus erhoben worden waren, konnten diese zwischen Männern mit Samenauffälligkeiten mit jenen ohne auffälligen Befund verglichen werden.

 

Neben der Störung der Fruchtbarkeit wiesen 44 Prozent aller Männer zusätzliche Gesundheitsprobleme auf, heißt es in der in der Fachzeitschrift "Fertility and Sterility" veröffenlichten Studie. Häufig waren Probleme mit dem Herzkreislaufsystem, besonders Bluthochdruck, Gefäß- und Herzerkrankungen. Diese Verbindung war nach Kenntnis der Forscher bislang noch nicht Gegenstand von Studien.

 

 

Je mehr Samendefekte, desto mehr Gesundheitsstörungen

 

Daneben ergaben sich weitere Gesundheitsstörungen umso wahrscheinlicher, wenn sich mehrere Defekte im Samen zeigten. Dies waren vor allem Hauterkrankungen und Hormonstörungen.

 

Die männliche Gesundheit korreliert streng mit der Samenqualität, so das Fazit der Wissenschaftler. Wenn man die hohe Anzahl von Männern mit Fruchtbarkeitsproblemen berücksichtigt, wird deutlich, wie wichtig eine umfassendere Betrachtung der Problematik ist. Genauso wie die Unfruchtbarkeit selbst sollten auch andere Gesundheitsprobleme diagnostiziert und therapiert werden. Dies könnte sich auch vorteilhaft auf die Fruchtbarkeit auswirken.

Quelle: Dr. Julia Hofmann24.12.14Zum AnfangZurück

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