Übergewicht: Magen-OP verlängert das Leben

Sprengt das Gewicht gewisse Grenzen, haben Betroffene meist schlechte Chancen, ihr Gewicht mit einer Ernährungsumstellung und Bewegung zu reduzieren. Eine Magenoperation ist vielleicht die letzte Chance, eine anhaltende Gewichtsreduktion zu erreichen und dadurch das Leben zu verlängern. Denn Übergewicht ist Ursache verschiedener Erkrankungen und Stoffwechselstörungen wie Bluthochdruck und Zuckerkrankheit, die oftmals zum vorzeitigen Tod führen.

 

 

Durchschnittsalter bei OP 52 Jahre

 

Bei Fettleibigkeit lässt sich mit Magenoperationen wie einer Verkleinerung des Magens, das Anlegen eines Schlauchmagens oder einem verstellbaren Magenband der gewünschte Gewichtsverlust erreichen. Mit dem Verlust von Gewicht geht eine Reduktion der Krankheitsrisiken einher. Eine im amerikanischen Ärzteblatt veröffentlichte Studie zeigt nun, dass sich auch die Sterblichkeit nach einer Magen-OP über längere Zeit halbiert.

 

Dies ergab die 14-jährige Untersuchung und Nachbeobachtung von 2.500 krankhaft fettleibigen US-Veteranen mit einem durchschnittlichen Body Mass Index (BMI) von 45, die sich im mittleren Alter von 52 Jahren einer Magen-OP unterzogen. Der BMI ist der Körpermasseindex und ermöglicht die Bewertung des Körpergewichts im Verhältnis zur Körpergröße. Ab einem BMI von 25 spricht man von Übergewicht. Ein BMI über 40 lässt sich mit üblichen Behandlungen zur Gewichtsreduktion meist kaum mehr beeinflussen.

 

  

Längeres Leben nach Operation

 

Über die Hälfte der Teilnehmer litt an der Zuckerkrankheit (Diabetes Typ II), drei Viertel hatten eine Magenverkleinerung (Magenbypass) erhalten. Der Vergleich mit gleichaltrigen ebenfalls fettleibigen, aber nicht operierten Personen zeigte, dass die Sterblichkeit der Operierten zwar im ersten Jahr wahrscheinlich infolge der Operation gering erhöht war, nach fünf Jahren aber schon geringer war als in der Vergleichsgruppe. Nach zehn Jahren war die Sterblichkeit der Operierten halbiert.

 

Die Abnahme der Sterblichkeit könnte aufgrund schonenderer Operationen, die seit einigen Jahren durchgeführt werden, sogar noch höher anzusetzen sein.

Quelle: Dr. Julia Hofmann20.01.15Zum AnfangZurück

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