Übergewicht: Magen-OP bessert Inkontinenz

Fettleibigkeit kann man mit einer Magenoperation zu Leibe rücken. Magenverkleinerung oder Magenband lassen jedoch nicht nur die Pfunde purzeln, sondern haben einen weiteren positiven Effekt: Eine bestehende Harninkontinenz verbessert sich auf längere Sicht. Das fanden Forscher aus San Francisco heraus.

 

 

Fettleibigkeit: Unfreiwilliger Urinabgang häufig

 

Schwer übergewichtige Menschen haben manchmal fast nur noch eine Option: Eine Magenoperation hilft, weniger zu essen und endlich abzunehmen. Dabei kommen vor allem Magen-Bypass-Operation, Magenverkleinerungsoperation, Magenband-Operation, aber auch andere Techniken zum Einsatz.

 

Mit dem massiven Übergewicht in Zusammenhang stehen viele gesundheitlichen Störungen des Bewegungsapparates, des Herz-Kreislaufsystems und des Stoffwechsels. Eine weitere häufige Problematik ist die Harninkontinenz. Dabei kommt es zu einem unfreiwilligen Abgang von Urin. Bis zu 70 Prozent der schwer fettleibigen Menschen leiden nach Schätzungen darunter, vor allem Frauen.

 

Studien zeigen, dass neben Magenoperationen auch andere gewichtsreduzierende Maßnahmen die Inkontinenz verbessern können. Ob es sich dabei um einen Langzeiteffekt handelt, fragten sich die US-Forscher und analysierten Daten von rund 2.000 Patienten, die sich in verschiedenen Krankenhäusern aufgrund des massiven Übergewichtes einer Magenoperation unterzogen hatten. Vor der Operation waren fast 50 Prozent der Frauen und ein Fünftel der Männer von einer mindestens einmal pro Woche auftretenden Inkontinenz geplagt.

 

 

Keine Inkontinenz drei Jahre nach OP

 

Nach der Operation und einem Gewichtsverlust von 26 bis 29 Prozent (Männer/Frauen) des ursprünglichen Gewichtes ließen sich relevante Verbesserungen der Inkontinenz beobachten. Nach drei Jahren waren die Kontinenzprobleme meist vollkommen verschwunden. Die gute Nachricht: Je größer der Gewichtsverlust, desto wahrscheinlicher verbesserten sich auch die Blasenprobleme. Allerdings waren umgekehrt erneute Gewichtszunahmen mit einem möglichen Wiederauftreten der Inkontinenz verbunden.

Quelle: Dr. Julia Hofmann06.07.15Zum AnfangZurück

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