TV-Konsum macht krank

Je mehr Stunden am Tag vor dem Fernseher verbracht werden, desto höher ist das Krankheitsrisiko. Das ebenfalls erhöhte Todesrisiko lässt sich zumindest in den USA auf die dort führenden Todesursachen zurückführen. In Europa und Deutschland dürfte es sich ähnlich verhalten.

 

 

Fernsehkonsum erhöht Todesrisiko

 

80 Prozent der US-Amerikaner sehen 3,5 Stunden am Tag fern. Schon frühere Studien konnten einen Zusammenhang zwischen TV-Konsum und Gesundheitsstörungen belegen. Eine neue Untersuchung zeigt nun, dass sich zwischen langen Fernsehzeiten und Todesrisiko ein Zusammenhang ausmachen lässt. Das erhöhte Todesrisiko lag den Studienergebnissen zufolge in den acht in den USA führenden Todesursachen begründet.

 

In der zugrunde liegenden Studie haben Wissenschaftler des National Cancer Institute über 220.000 Menschen untersucht, die zu Studienbeginn zwischen 50 und 71 Jahre alt waren und keine chronische Erkrankung aufwiesen. Die Forscher fanden einen Zusammenhang zwischen dem Tod aufgrund von Krebs und Herzerkrankungen. Zusätzlich konnten neue Zusammenhänge zwischen TV-Konsum und Tod aufgrund von Erkrankungen aufgedeckt werden. So zeigte sich in Zusammenhang mit langen Fernsehzeiten ein erhöhtes Todesrisiko aufgrund Zuckerkrankheit, Grippe und Lungenentzündung, Parkinson und Lebererkrankungen.

 

 

Forscher: TV-Zeit durch Bewegung ersetzen

 

Im Vergleich zu Studienteilnehmern, die weniger als eine Stunde am Tag vor dem Fernseher verbrachten, wiesen jene mit mehr als drei- bis vierstündigem Fernsehkonsum am Tag ein um 15 Prozent erhöhtes Todesrisiko auf. Wer mehr als sieben Stunden am Tag fernsah, starb zu 47 Prozent wahrscheinlicher innerhalb der Studienperiode.

 

Die schädliche Wirkung des TV-Konsums betraf sowohl körperlich aktive wie auch inaktive Menschen. Dennoch lässt sich der gesundheitsschädlichen inaktiven TV-Zeit am besten begegnen, wenn Teile der Fernsehzeit durch Bewegung ersetzt werden, sind die Wissenschaftler überzeugt. Sie fordern weitere Forschungen zum Thema.

Quelle: Dr. Julia Hofmann03.11.15Zum AnfangZurück

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