Test weist auf Parkinson hin

Ein Test der Speicheldrüsen könnte zukünftig eine frühere Diagnose von Morbus Parkinson ermöglichen. Bei Parkinson handelt es sich um eine neurogenerative Erkrankung, die meist bei älteren Patienten auftritt.

 

 

 Früherkennung von Parkinson ist kaum möglich

 

Die Parkinsonkrankheit ist weltweit eine der häufigsten Erkrankungen des Nervensystems. Die chronisch fortschreitende Erkrankung betrifft mittlerweile zwischen 250.000 und 400.000 Menschen in Deutschland. Meist erkranken ältere Menschen, doch kann sich Parkinson selten bereits vor einem Alter von 50 Jahren manifestieren.

 

Betroffene leiden unter Beeinträchtigungen von Bewegung, Schlaf, Gehen, Balance, des Blutdruckes und Geruchssinns. Erstes Anzeichen der Krankheit ist oftmals ein leichter Tremor der Hand, Steifheit und eine Verlangsamung von Bewegung kommen hinzu und verschlimmern sich langsam graduell.

 

Bislang gibt es keine zuverlässige Untersuchung, um Parkinson bereits in einem frühen Stadium zu diagnostizieren. Die Diagnose ergibt sich vor allem aus der Krankheitsgeschichte und den Symptomen sowie der neurologischen Untersuchung nach Ausschluss anderer Erkrankungen.


 

Eiweiß weist früh auf Erkrankung hin

 

Laut Untersuchungen von US-Wissenschaftlern erhalten bis zu 45 Prozent der Patienten im Frühstadium der Krankheit eine falsche Diagnose. Die Forscher wollten wissen, ob die Untersuchung einer Biopsie der Speicheldrüse des Unterkiefers Hinweise auf die Erkrankung liefern kann. Diese Biopsien entnahmen sie 25 Patienten mittels Feinnadelbiopsie. Keiner der Studienteilnehmer war über fünf Jahre erkrankt. Die Gewebeproben verglichen die Wissenschaftler mit den Proben gesunder Probanden.

 

In den Zellen des Gewebes waren die Forscher auf der Suche nach einem Eiweißstoff, der auf ein Frühstadium der Erkrankung hinweist. In früheren Studien hatten sie bereits herausgefunden, dass neun von zwölf Patienten mit einer fortgeschrittenen Erkrankung dieses Protein aufweisen.

 

Von den Proben der 25 Patienten konnten 19 näher untersucht werden. Bei 14 Patienten ließ sich der Eiweißstoff nachweisen. Dies ist interessant, da bis zu einer sicheren Diagnose der Erkrankung zehn Jahre vergehen können.

Quelle: Dr. Julia Hofmann12.02.16Zum AnfangZurück

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