Tagesschlaf kann Diabetesrisiko erhöhen

Tagesmüdigkeit und Tagesschlaf können das Risiko für die Zuckerkrankheit erhöhen, so japanische Wissenschaftler. Besonders lange Schlafenszeiten am Tag sind ein Risikofaktor. Den genauen Zusammenhang kennen die Forscher aber noch nicht.

 

 

Längere Schlafenszeiten am Tag meist nicht erholsam

 

Ein guter Nachtschlaf ist für die psychische und körperliche Gesundheit sehr wichtig. Ursachen eines gestörten Nachtschlafes gibt es viele. Schlafmangel etwa durch Schlafstörungen, Atemprobleme oder anderes führt zu Tagesmüdigkeit und Tagesschläfchen. Ein Tagesschlaf kann dabei sehr unterschiedlich ausfallen, von wenigen Minuten bis zu mehreren Stunden. Kurzes Schlafen von 20 bis 30 Minuten kann erfrischend wirken, die Laune heben und leistungsfähiger machen. Längere Schlafenszeiten am Tag dagegen verfehlen diesen positiven Effekt jedoch meist, sodass sich Betroffene danach müde und zerschlagen fühlen. Zudem können sie den Nachtschlaf erheblich stören.

 

Japanische Forscher der Universität Tokio untersuchten nun den Zusammenhang zwischen Tagesmüdigkeit und Tagesschlaf und dem Risiko für eine Zuckerkrankheit (Diabetes Typ 2). Bekannte Faktoren, die das Diabetesrisiko beeinflussen, sind körperliche Aktivität, Übergewicht und ungesunde Ernährung.

 

 

Kurzer Tageschlaf erhöht Diabetesrisiko nicht

 

Die Wissenschaftler analysierten zehn Studien mit insgesamt über 260.000 Teilnehmern. In diesen Studien beruhten die Angaben zur Tagesmüdigkeit und zum Tagesschlaf auf Selbstangaben der Untersuchungsteilnehmer.

 

Teilnehmer, die über exzessive Tagesmüdigkeit berichteten, wiesen ein um 56 Prozent erhöhtes Risiko für eine Diabeteserkrankung auf. Wer länger als eine Stunde am Tag schlief, hatte ein um 46 Prozent erhöhtes Risiko. Kürzere Schlafenszeiten am Tag hatten aber keinen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko.

 

Eine Erklärung für den gefundenen Zusammenhang haben die Forscher noch nicht. Ergebnisse präsentierten anlässlich des Jahrestreffens der "European Association for the Study of Diabetes"  in Stockholm.

Quelle: Dr. Julia Hofmann29.09.15Zum AnfangZurück

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