Süßgetränke schaden Leber

Süßgetränke schmecken gut, sind aber leider ungesund. US-Wissenschaftler fanden heraus, dass mit Zucker gesüßte Getränke zu einer Leberverfettung führen, wenn sie regelmäßig konsumiert werden. Diese Art der Fettleber hat mit der alkoholbedingten Leberverfettung jedoch nichts zu tun.

 

 

CT-Untersuchung klärt Fettgehalt der Leber

 

Die nicht durch Alkoholkonsum bedingte Fettleber ist durch eine Anhäufung von Fett in den Leberzellen gekennzeichnet. Übergewicht und Fettleibigkeit erhöhen das Risiko für diese Art der Fettleber. Sind die Zellen verfettet, erhöht das wiederum das Risiko für Herzkreislauferkrankungen und Diabetes mellitus Typ 2, auch bekannt als Zuckerkrankheit. Viele Menschen mit Fettleber merken lange Zeit nichts von der Organveränderung.

 

Dass zwischen Süßgetränken und Fettleber eine Beziehung besteht, ergaben Untersuchungen an über 2.600 Erwachsenen mittleren Alters, die an einer großen Studie teilgenommen hatten. Die Teilnehmer hatten Fragebögen zur Ernährung ausgefüllt und sich einer bildgebenden computertomograhischen Untersuchung unterzogen, um die Fettmenge in der Leber zu ermitteln.

 

 

Cola & Co setzen Leber zu

 

Wie im Journal "Hepatology" veröffentlicht kam eine nicht alkoholbedingte Fettleber häufiger bei Studienteilnehmern vor, die mehr als ein Süßgetränk am Tag zu sich nahmen. Dieses Ergebnis blieb auch bestehen, wenn mögliche beeinflussende Faktoren wie Alter, Geschlecht, Body Mass Index als Maßzahl für das Gewicht, Kalorienaufnahme, Alkoholkonsum und Rauchstatus berücksichtigt wurden.

 

Es zeigte sich aber, dass nicht alle Süßgetränke für eine Fettleber sorgten. Diät-Cola war nicht mit einer Fettleber verbunden. Dennoch bestätigt die Untersuchung Ergebnisse anderer Untersuchungen, wonach der regelmäßige Konsum von Süßgetränken ungesund ist und Gefäßen und Stoffwechsel schadet, so die Forscher. Sie empfehlen, Süßgetränke nur zu besonderen Anlässen zu trinken. Die tägliche Flüssigkeitszufuhr sollte mit Wasser und Tees gedeckt werden. Weitere Untersuchungen zum Thema sind nötig, so die Wissenschaftler.

Quelle: Dr. Julia Hofmann19.06.15Zum AnfangZurück

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