Süßgetränke erhöhen Herzrisiko um ein Drittel

Obwohl die Forschung zeigt wie ungesund Süßgetränke sind, trinken viele Menschen sie täglich. Das kann das Risiko für Herzerkrankungen um ein Drittel erhöhen. Besonders schädlich ist die Verwendung von Fruktose wie in den USA üblich.

 

 

Erhöhtes Krankheitsrisiko bei täglichem Konsum von Cola und Co

 

Etwa die Hälfte der AS-Amerikaner konsumiert täglich Süßgetränke. Diese Getränke enthalten dort den zugesetzten Zucker Fruktose, der wesentlich billiger ist als Zucker. Die Folgen sind exzessive Gewichtszunahme und Fettleibigkeit. Ursache sind die zusätzlich zum Essen zugeführten Kalorien. 

 

Forscher der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston untersuchten nun die Daten von epidemiologischen Studien aus der jüngsten Vergangenheit. Es zeigte sich, dass der täglich Konsum von ein oder zwei süßen Getränken am Tag das Risiko für die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) um 26 Prozent erhöhte, das für einen Herzinfarkt mit möglichem tödlichen Ausgang um 34 Prozent und das für einen Schlaganfall um 16 Prozent erhöhte.

 

 

Süßgetränke an jedem Tag unbedingt vermeiden!

 

Die Wissenschaftler untersuchten auch wie Fruktose verstoffwechselt wird und wie die Verbindung zu Übergewicht und Herz- und Stoffwechselerkrankungen zu verstehen ist. Anders als Glukose, das direkt aus dem Darm ins Blut aufgenommen wird, wird Fruktose in der Leber verstoffwechselt. Hier kann sie in Fette wie die Triglyzeride umgewandelt werden, was zu einer nichtalkoholischen Fettleber führen und einer Insulinresistenz führen kann. Eine Insulinresistenz bedeutet, dass die Körperzellen nicht mehr sensibel genug auf das Hormon Insulin ansprechen, das nötig ist, um Zucker in die Zellen aufznehmen. Insulinresistenz ist ein Risikofaktor für die Entwicklung von Diabetes mellitus.

 

Fructose kann zudem die Harnsäure im Blut erhöhen, was zu Gicht führt. Dabei kommt es zu schmerzhaften Gelenkentzündungen.

 

Die Forscher empfehlen, den Konsum von Süßgetränken einzuschränken. Sie hoffen auch auf politische Entscheidungen, die helfen, den Konsum einzudämmen. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, dass der in Getränken zugesetzte Zucker zehn Prozent der Gesamtkalorienaufnahme nicht überschreiten sollte. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann07.10.15Zum AnfangZurück

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