Teenager bewegen sich zu wenig

Teenager bewegen sich zu wenig. Eine Studie bringt jetzt Alarmierendes an den Tag: Jugendliche bewegen sich demnach kaum mehr als 60-jährige Menschen. Um gesund zu bleiben, wäre mehr körperliche Aktivität nötig, so die Wissenschaftler.


Kinder und Jugendliche sollten sich eine Stunde pro Tag bewegen

Bewegungsmangel gilt als Risikofaktor für viele Krankheiten. Weder Erwachsene noch Jugendliche und Kinder kommen geltenden durchschnittlichen Bewegungsempfehlungen nach. Wie groß das Ausmaß der fehlenden Bewegung bei Teenagern ist, zeigt jetzt eine aktuelle Studie im Fachjournal "Preventive Medicine".

Nach Empfehlungen des US-Centers for Disease Control and Prevention (CDC) sollen Erwachsene möglichst 2,5 Stunden pro Woche körperlich aktiv sein. Untersuchungen zufolge kommt jedoch nur einer von fünf US-Bürgern dieser Empfehlung nach. Bewegungsmangel gilt als Risikofaktor für schwere Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes mellitus, Depressionen und einigen Krebskrankheiten wie auch für einen vorzeitigen Tod. 

Der aktuellen Untersuchung zufolge bekommen nur drei von zehn Jugendlichen der Highschool die aktuell empfohlene Menge an Bewegung, nämlich 60 Minuten pro Tag, die auch die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt. Danach bewegen sich Teenager noch deutlich weniger als angenommen.

Die Wissenschaftler der John Hopkins School of Public Health in Baltimore hatten die Bewegungslevel verschiedener Altersgruppen von über 12.500 Schülern untersucht, die an der National Health and Nutrition Survey teilgenommen hatten. Im Rahmen der Untersuchung war sieben Tage lang die körperliche Aktivität gemessen worden.


Teenager bewegen sich so wenig wie Ältere

Es zeigte sich, dass männliche Studienteilnehmer sich tendenziell mehr bewegten als weibliche, besonders wenn es um anstrengenden Sport ging. Nach der Lebensmitte aber drehte sich das Verhältnis um und Männer bewegten sich weniger, Frauen dafür mehr.

Bei den über 60-Jährigen waren Männer weniger körperlich aktiv, saßen mehr und nahmen auch weniger an anstrengenden körperlichen Aktivitäten teil als Frauen. 

Lediglich in einer Altersgruppe war ein Zuwachs an Bewegung zu verzeichnen. Menschen in den Zwanzigern trieben mehr Sport und dies vor allem am Morgen. 

Ältere Teenager waren die Altersgruppe mit dem höchsten Risiko für Bewegungsmangel. In den späten Jahren der Jugend bewegten sie sich so wenig wie ältere Menschen um die 60 Jahre.

Die Forscher fordern, Bewegung bei Kindern und Teenagern zu fördern und genau zu analysieren, wie die tägliche Bewegung am besten in den Tagesablauf integriert werden kann.

Quelle: Dr. Julia Hofmann26.06.17Zum AnfangZurück

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